Ärgere Dich nicht.

„Ärgere Dich nicht – halte Diesen Gedanken griffbereit, wenn Du Ärger in Dir aufsteigen fühlst – denn es ist nicht gut, sich verärgert zu fühlen. Es ist besser, wenn Du Dich ausgeglichen fühlst. Eine starke Person lässt keinen Ärger und keine Unzufriedenheit zu – stattdessen zeigt eine solche Person Stärke, Mut und Ausdauer. Je näher man zu einer gelassenen Einstellung kommt, desto näher ist man den Stärke.“ – Marcus Aurelius

Also, denke nach: Heute könnte noch etwas passieren, was Dich ärgert oder aufregt. Jemand könnte unfreundlich zu Dir sein, Dich anschreien, oder Dein Auto könnte liegen bleiben, oder Deine Arbeitskollegen haben etwas falsch gemacht, was Du nun ausbaden musst.

Dein erster Gedanke in dieser Situation mag es sein, laut aufzustöhnen und Dich zu ärgern. Das ist ganz natürlich und menschlich.

Aber nur, weil es ganz normal zu sein scheint, ist es nicht notwendigerweise eine gute Idee. Denke an die Beobachtung von Marcus Aurelius „um wie viel schlimmer sind die Auswirkungen des Ärgers für Dich als das tatsächliche Ereignis, die Umstände, die dieses Gefühl in Dir hervorgerufen haben.“

Nach einem lauten Aufschrei magst Du Dich für eine Sekunde besser fühlen, aber löst es das Problem ? Natürlich nicht. Mit einer unfreundlichen Person zu streiten gibt dieser Person weitere Möglichkeiten, in bösartiger Weise nachzulegen. Sich über das kaputte Auto aufzuregen, repariert das Auto nicht. Dein Blutdruck steigt möglicherweise – aber sonst? Den Arbeitskollegen, der einen Fehler gemacht hat, runterputzen? Dadurch wird der Fehler nicht behoben, und ob er für die Zukunft daraus in positivem Sinne gelernt hat, ist auch damit nicht sichergestellt.

Seneca schreibt „der beste Weg ist es, bereits die ersten Anzeichen von Ärger sofort wegzudrängen, jeglichen Anfängen zu begegnen und stattdessen sicherzustellen, sich nicht in den Ärger hineinzubegeben: sobald der Ärger uns mit sich wegträgt, wird es schwierig, in eine positive Stimmung zurückzukehren. Denn die Vernunft hat keine Chance mehr, sobald die Leidenschaft unseren Körper dominiert. Dem Feind, also dem Ärger, muss direkt begegnet werden und er muss bereits an den äußersten Grenzen zurückgeschlagen werden: wenn er erst die Stadt erreicht hat und die Tore passiert hat, wird er den Gefangenen nicht erlauben, seinem Sieg Grenzen zu setzen.“

Deine Gefühle, deine Gefühlslage basieren auf bewussten Entscheidungen: Entscheidest Du dich für Ärger oder Gelassenheit? Entscheidest Du Dich für Angst oder Mut? Entscheidest Du Dich für Leid oder Freude? Frage Dich: Welche Wahl ist produktiver? Welche Wahl bestraft Dich selbst und welche Wahl bestraft die externen Umstände? Denke daran, die Umstände ändern sich nicht dadurch, dass Du Dich über sie ärgerst. Denn die Umstände sind keine Menschen.

Höre auf, Deine Zeit damit zu verschwenden, Dich über Dinge oder Umstände aufzuregen. Dinge, die es ohnehin nicht interessiert, was Du fühlst. Höre auf zu denken, dass Deine Gefühle gegenüber Objekten oder Situationen oder Umstände irgendetwas ändern. Das wäre vergleichbar damit über die Einnahme von Gift zu sprechen und gleichzeitig zu erwarten, dass die andere Person daran stirbt.

Es hilft nichts. Tatsächlich macht Dein Ärger die Dinge für Dich nur noch schlimmer.

Jede Situation ist mit einem kühlen Kopf besser zu meisten. Selbst mächtige Menschen, die wissen, dass Ärger ein mächtiges und effizientes Werkzeug ist, werden Dir sagen, dass ein großer Unterschied besteht zwischen einem absichtlichen Äußern von Frustration oder Verärgerung (bspw. um auf eine bestimmte Sache hinzuweisen, um jemanden zu motivieren, um jemanden zu verteidigen) und einem unkontrollierten emotionalen Ausbruch. Wenn Du Deine Emotionen nicht greifen, kontrollieren und in eine bestimmte Richtung leiten kannst, wirst Du von Ihnen abhängig sein und von Ihnen weggetragen.

Also: Behalte Deine Emotionen im Griff und setze Sie für Deine Zwecke ein. Dadurch kannst Du den Unterschied machen und den Einfluss nehmen, der Dich und die Gesellschaft voranbringt.

Ärger

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