Archiv der Kategorie: Allgemein

Alternative Finanzmärkte wachsen weiter in Europa.

Der Finanzstratege.

Alternative Finanzierungen

Die europäischen Finanzmärkte mit alternativen Finanzierungsfunktionen, die überwiegend online abgewickelt werden, wächst weiter deutlich. Dies hat eine Studie des Centre for Alternative Finance ergeben.

Märkte

Frankreich, Deutschland und die Niederlande sind demnach die dominierenden Märkte außerhalb von UK. Großbritannien ist aber weiterhin der mit Abstand größte Markt für alternative Finanzierungen.

Produkte

Privatkredite (hauptsächlich so genannte P2P Kredite – Peer-to-Peer) bleiben dabei der größte Sektor der alternativen Finanzindustrie. Die Kreditfinanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen wächst wesentlich, dazu gehören auch Rechnungsfinanzierungen und das Sammeln von Eigenkapital für Unternehmen.

Im Ergebnis gehören damit für mich P2P Kredite sowie das Crowdfunding zu den wichtigsten Märkten für neue, alternative Finanzierungen, die den klassischen Finanzmärkten das Wasser abgraben. Die klassischen Finanzmärkte werden überwiegend noch von Banken dominiert, welche die klassische Rolle des Finanzintermediärs übernehmen. Diese Rolle der Banken wird mit den alternativen Finanzierungsformen weitgehend überflüssig.

Vertrauen

Noch stärker würden diese alternativen Finanzierungsmärkte wachsen…

Ursprünglichen Post anzeigen 523 weitere Wörter

Werbeanzeigen

Bundesverband Crowdfunding fordert die neue Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen für Crowdfunding positiv zu gestalten

Der Finanzstratege.


Der Bundesverband Crowdfunding hat anlässlich der Bildung einer neuen Bundesregierung eine Pressemitteilung veröffentlicht. Die wichtigsten Statements zu den einzelnen Themen findest Du im Überblick:

Koalitionsvertrag
Jamal El Mallouki (Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands) kommentiert: „Wir freuen uns sehr, dass CDU, CSU und SPD sich klar zur Stärkung des Crowdfundings in Deutschland im Koalitionsvertrag ausgesprochen haben.“.

Umsetzung der Wertpapierprospektverordnung
Tamo Zwinge (Vorstandsmitglied zuständig für Regulierung) kommentiert: „Die EU-Prospektverordnung böte Deutschland die Möglichkeit, prospektfreie Emissionen von Wertpapieren bis zu einem Schwellenwert von 8 Mio. Euro zuzulassen. Nach dem Referentenentwurf soll von dieser Möglichkeit aber kein Gebrauch gemacht werden, sondern lediglich die Minimalanforderung einer prospektfreien Emission bis 1 Mio Euro umgesetzt werden. Hier verpasst die Bundesregierung die Chance, bei Wertpapieren einen geordneten Crowdfunding-Markt zu schaffen.“

Steuerliche Anreizen für Wagniskapital
Uli Fricke (stellvertretende Vorstandsvorsitzende) kommentiert: „Bisher können Investoren, die über Crowdfunding-Plattformen Unternehmen unterstützen, nicht den Wagniskapitalzuschuss nutzen. Wenn die Bundesregierung Wagniskapital stärken will, sollte sie Crowdinvestoren…

Ursprünglichen Post anzeigen 244 weitere Wörter

Influencer: Bullshit-Bingo

Ich gebe Dir recht. Eine gute Ausbildung kann Dir niemand mehr wegnehmen. Sie bildet die Grundlage für Dein künftiges Vermögen. Zu diesem künftigen Vermögen wird ein großer Teil aus Humankapital bestehen, welches Du dann in finanzielles Vermögen wirst umsetzen können. Bleib auf diesem Weg, er macht viel Sinn. Damit wählst Du die richtige Strategie.
Viele Grüße
Andreas
Der Finanzstratege

Was ist Stress?

Obwohl jeder weiß, was gemeint ist, wenn man „gestresst“ ist, so ist der Begriff Stress komplexer und schwerer zu fassen.

Aus evolutionärer Sicht ist Stress ein uralter, biologisch sinnvoller Mechanismus, der Dir durch einen reflexhaften Angriffs- oder Fluchtmechanismus das Überleben sichert.

Bei drohender Gefahr wird Dir durch eine blitzschnelle Kräftemobilisierung des Organismus eine schnelle Anpassung an Belastungen und Herausforderungen ermöglicht.

Mit dem Stressbegriff ist nun aber keineswegs – wie man es im umgangssprachlichen Gebrauch häufig vorfindet – nur die Stressreaktion gemeint, die sich – wie jeder aus eigenem Erleben weiß – in vielfältigen körperlichen Symptomen ebenso zeigt, wie in Gedanken, in Gefühlen und im Verhalten.

Genauso einseitig wäre es auch beim Stressbegriff nur an die Stressauslöser bzw. Stressoren zu denken, also an all die äußeren Bedingungen und Reize, die einem Menschen als Gefahr oder Bedrohung erscheinen mögen (beispielsweise Lärm, Zeitdruck, Ärger mit Partner, Kindern oder Kollegen, Arbeitsplatzveränderungen, etc.).

Stress ist weder nur Reiz (Stressauslöser) noch nur Reaktion. Vielmehr stehen nach heute verbreitetem Verständnis, welches auf den Stressforscher Lazarus zurückgeht, beide Aspekte (Stressor und Stressreaktion) in einer Beziehung der wechselseitigen Beeinflussung (Transaktion) zueinander, einer Verbindung zwischen einer sich ständig verändernden Situation und einer denkenden, fühlenden und handelnde Person, die sich beide beeinflussen und aufeinander wirken.

Nach dieser Auffassung gibt es keine Reize, die per se „objektiv“ als Stressauslöser wirken. Zum Stressauslöser werden sie erst durch Deine individuelle Bewertung. Es hängt also davon ab, wie Du persönlich die konkrete Situation erlebst. Diese Bewertungen, die blitzschnell und fast zeitgleich ablaufen, entscheiden darüber, ob Du eine Situation als irrelevant bzw. als angenehm positiv erlebst oder als stressbezogen, d.h. als bedrohlich, als schädigend oder als herausfordernd.

Ebenso beeinflussen die Bewertungen maßgeblich die Art der Stressreaktion. Stressreaktionen laufen nicht bei allen Menschen und in allen Belastungssituationen in gleicher stereotyer Weise ab. Stattdessen werden sie je nach individueller Reaktionsspezifität (einer reagiert stärker über den Verdauungsapparat, ein anderer mehr über das Herz-Kreislauf-System) und je nach Bewertung mit unterschiedlichen Emotionen verbunden. Diesen wiederum sind jeweils spezifische Stressreaktionsmuster (Veränderungen im Gehirn, Nerven- und Immunsystem sowie auf hormoneller Ebene) zugeordnet.

Bist Du oft gestresst?

Wie äußert sich der Stress bei Dir persönlich?

Was tust Du, um Dein Stresslevel zu reduzieren?

Was würde Dir helfen, um Dich weniger gestresst zu fühlen?

Ich freue mich auf Deine Nachricht!

Viele Grüße

Andreas

Die Zukunft der Arbeitswelt – lebenslanges Lernen und Verändern. 3/4

Was können Unternehmen tun ?

Wir, als Gesellschaft, können nicht sämtliche Verpflichtungen den Menschen aufbürden. Unternehmen und Regierungen haben eine moralische Verpflichtung, Arbeitnehmer besser auszubilden, als sie es derzeit tun.

Unternehmen sollten bspw. mehr flexibles Training für alle Ihre Arbeiter anbieten, sowohl freiberufliche Mitarbeiter als auch festangestellte Mitarbeiter. Viele Unternehmen machen das noch nicht, da sie möglicherweise besorgt sind, dass sie die Mitarbeiter weiter ausbilden und diese nach ihrer Ausbildung dann zu einem Wettbewerber wechseln. Aber die Frage muss man vielmehr andersherum stellen: Was passiert, wenn Du sie als Arbeitgeber nicht weiter ausbildest – und sie bleiben langfristig bei Dir im Unternehmen ?

Unternehmen müssen lernen, über ihren Tellerrand hinaus zu schauen. Wenn es um den Erwerb von Fähigkeiten im Unternehmen, mithin also in der Mitarbeiterschaft geht, können die  Unternehmen sich nicht ausklinken und sagen „das ist nicht meine Aufgabe / fehlende Fähigkeiten sind nicht mein Problem“. Wenn sich gar niemand um die Ausbildung kümmert, einfach weil unterstellt wird, jemand anders kümmert sich (bspw. ein anderes Unternehmen, Universitäten, die Regierung), dann haben wir die klassische Tragödie der öffentlich verfügbaren Güter. Daher müssen wir alle dazu beitragen, in die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter zu investieren.

Praktikantentätigkeiten und Ausbildungsberufe können diese Art der Kooperation wertvoll unterstützen. Eine berufsbegleitende Ausbildung ist erforderlich, welche junge Menschen für Jobs vorbereitet, die zwar nicht notwendigerweise einen Hochschulabschluss erfordern, aber doch spezielle Fähigkeiten benötigen. Deutschland hat hier ein beispielhaftes System, welches weltweit weiter ausgerollt werden könnte.

bildungssystem

Die Zukunft der Arbeitswelt – lebenslanges Lernen und Verändern. 2/4

Kann denn der Einzelne etwas tun, um diesem Teufelskreis zu entkommen ?

Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen und Rahmenbedingungen sollten Arbeitnehmer künftig noch proaktiver ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln. Jeder Arbeitnehmer sollte verstehen, dass er nur durch laufendes Lernen und durch regelmäßige Weiterbildung mit den wachsenden Anforderungen mithält. Jeder ist für seine eigene Bildung mithin selbst verantwortlich. Wer diesem Pfad folgt, kann seine Marktgängigkeit und die Marktgängigkeit seiner Arbeit und/oder Dienstleistung für die nächsten Jahre deutlich verbessern.

Erster Schritt im Rahmen der Selbstanalyse:

  • Werden meine derzeitigen Fähigkeiten aktuell nachgefragt ?
  • Wie sieht der Blick in die Zukunft für diese Fähigkeiten aus ?
  • An welchen Fähigkeiten sollte ich heute arbeiten, so dass ich mein Einkommenspotenzial für die Zukunft stabilisieren oder sogar steigern kann ?

Wiederhole diese Selbstreflektion alle 2-3 Jahre. Unterstellt, dass die Halbwertszeit einer Fähigkeit etwa 5 Jahre beträgt (d.h. der Wert einer Fähigkeit halbiert sich alle 5 Jahre), wirst Du versuchen wollen, diesen Verfall durch neue Fähigkeiten mehr als auszugleichen. Bewerte deine eigenen Fähigkeiten alle 2-3 Jahre und beginne damit, neue Fähigkeiten eher früher als später zu erlernen.

Wenn Du beispielsweise ein LKW-Fahrer bist, wirst Du Dir vergegenwärtigen, dass selbstfahrende Fahrzeuge wahrscheinlich deine berufliche Tätigkeit in der Zukunft untergraben werden. Möglicherweise nicht dieses oder nächstes Jahr, aber sehr wahrscheinlich innerhalb von 5-10 Jahren. Warte nicht darauf, bis selbstfahrende LKWs auf den Autobahnen allgegenwärtig werden, bevor Du damit anfängst, Dir Fähigkeiten für den nächsten Job zu erwerben. Fange dieses Jahr damit an, so dass Du bereit bist, wenn die Zeit reif ist.

Das heißt nicht, Du musst Dich auf einen Schlag komplett verändern und völlig neu ausrichten. Vielmehr kannst Du einige der Fähigkeiten aus verschwindenden Jobs einsetzen für neue Wachstumsbereiche. Für neue Fähigkeiten, die Du darüber hinaus benötigst, mache kleine Schritte. Große Herausforderungen aus großen Veränderungen solltest Du herunterbrechen und aufteilen auf kleine Schritte, die einfacher und sichtbarer gelöst werden können. Ein Schritt nach dem anderen. Du kannst nicht von heute auf Morgen vom LKW-Fahrer zum Google-Analysten mutieren. Aber Du kannst Schritt für Schritt Fähigkeiten erlernen, die dich in die Richtung leiten, in die Du gehen möchtest.

Während Deines Karrierewegs mache Deine Entscheidungen über neue Jobs davon abhängig, was und wie viel Du bei den neuen Aufgaben lernen kannst. Bevorzuge Jobs, in denen du wertvolle neue Fähigkeiten erlernen und erwerben kannst.

bildungssystem

Die Zukunft der Arbeitswelt – lebenslanges Lernen und Verändern. 1/4

Das derzeitige Bildungssystem bereitet nicht mehr ausreichend auf aktuelle Arbeitsumgebungen vor.

Berufe, die heute am Markt zur Verfügung stehen, sind moderne Jobs des 21. Jahrhunderts. Allerdings führen die meisten Arbeitnehmer diese Berufe auf eine veraltete Art und Weise aus dem vorherigen Jahrhundert aus. Nämlich so, wie unsere Gesellschaft die Menschen im vorigen Jahrhundert trainiert und ausgebildet hat.

Zur historischen Entwicklung unseres heutigen Bildungssystems:

  • Im 19. Jahrhundert gab es eine massive Bewegung der Bevölkerung von den ländlichen in den städtischen Raum. Das Bildungssystem wurde damals aufgebaut, um die überwiegend vom Land hinzugezogenen Arbeitskräfte für die stark manuell geprägte Arbeitswelt in den wachsenden Städten vorzubereiten und auszubilden (insbesondere handwerkliche Betriebe).
  • Im 20. Jahrhundert wurde die Arbeitstätigkeit zunehmend durch standardisierte Fabrikarbeit im großen Format dominiert. Es entstanden erste Großunternehmen. Aus damaliger Sicht war das aufgebaute Bildungssystem – mit wenigen Modifikationen und Erweiterungen – weiterhin geeignet, um gute Fabrikarbeiter und ihre Vorarbeiter und Führungskräfte auszubilden. Das Management der Fabriken konzentrierte sich auf eine Reihe von Werkzeugen, um diese Art der Arbeit noch weiter zu optimieren: Operationelle Effizienz und Standardisierung, sog. Taylorimus und schließlich Managementphilosophien, wie z.B. Six Sigma. Alle Arbeiter und Führungskräfte waren vor Ort in der Fabrik bzw. im Unternehmen tätig und rund um die in der Regel recht starren Arbeitsverträge wurde ein Sozialversicherungsnetz gebaut.

Im heutigen 21. Jahrhundert beobachten wir den Aufstieg neuer Arbeitsmodelle, wie z.B. freiberufliche Tätigkeiten, flexibles Arbeiten und Arbeiten von zu Hause oder aus der Ferne. In den meisten modernen Unternehmen lernen es Teams agiler zusammenzuarbeiten, mit den unterschiedlichsten Arbeitszeit- und Anwesenheitsmodellen umzugehen und personelle und fachliche Kapazitäten flexibel hoch- und runterzufahren, je nach den sich laufend ändernden Rahmenbedingungen in einer sich rapide verändernden Welt. Auf diese Veränderungsgeschwindigkeit und entsprechende Unsicherheiten müssen sich die Unternehmen, und damit auch die Arbeitnehmer, zunehmend einstellen. Das sind die Anforderungen der Arbeitswelt aktuelle und in der Zukunft.

Unser heutiges Bildungssystem hat allerdings mit diesen Entwicklungen nicht Schritt halten können. Wir schicken unsere Kinder unverändert durch ein vergleichsweise starres Schulsystem, ein Hochschulabschluss wurde inzwischen zur unsichtbaren Zugangsschwelle für zukunftsorientierte Berufsbilder. Allerdings bereitet das Modell tatsächlich niemanden mehr wirklich auf die zunehmend flexible Arbeitswelt vor. Fachliches Know-how veraltet aufgrund der umfassenden Veränderungsprozesse inzwischen innerhalb weniger Jahre, in jeden Fall innerhalb eines regelmäßigen Studiums von derzeit rd. vier Jahren, welches auf einem starren, vor Jahren entwickelten Lehrplan basiert.

Auch ein Lernen „on-the-job“ kann diese Defizite nicht komplett beseitigen.

bildungssystem

%d Bloggern gefällt das: