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5 Punkte, die Du unbedingt beachten solltest, wenn Du Dich als Anfänger mit dem Aktienhandel beschäftigen möchtest!

Börse

Punkt 1

Wenn Du wirklich Anfänger bist, solltest Du zunächst sehr vorsichtig mit dem Handel von Aktien umgehen!

An den internationalen Börsenplätzen, an denen Aktien gehandelt werden, sind viele Börsenprofis und „alte Hasen“ unterwegs.

Glaube nicht, dass Du als Anfänger viel schlauer und cleverer bist als alle anderen, die sich hier schon versucht haben oder seit vielen Jahren versuchen, an den Börsen mit dem Aktienhandel Geld zu verdienen. Wenn Du nicht wirklich eine Insiderinformation hast (die Du dann wahrscheinlich gar nicht nutzen darfst), wirst Du in der Regel nicht mehr wissen, als viele andere erfahrene Aktienhändler.

Also: sei vorsichtig und überschätze Dich nicht !

Punkt 2

Werde Dir Deiner Risikobereitschaft bewusst.

Du solltest Dir – bevor Du an der Börse aktiv wirst – Deiner persönlichen Risikobereitschaft sehr bewusst werden.

Stelle Dir die Frage: wie viel Geld kann ich entbehren bzw. welchen Betrag kann ich verkraften – auch in dem Wissen, dass ein Totalverlust Deines Investments grundsätzlich möglich ist. Nur mit den finanziellen Mitteln, die Du auf diese Weise „ins Risiko stellst“, solltest Du dann an der Börse aktiv werden.

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, dass Du Dir sog. Stop-Loss-Limits setzt, mit denen Du das Verlustrisiko – zumindest beim Handel mit Aktienwerten grundsätzlich begrenzen kannst. In extremen Marktsituationen können sich aber trotzdem höhere Verlustrisiken ergeben.

Ich rate Dir als Anfänger daher, nur mit Geldern zu investieren, die Du für Deinen Lebensunterhalt aktuell und auch auf kurze Sicht nicht unbedingt benötigst.

Punkt 3

Lege Deine Investmentstrategie fest.

Wenn Dir klar ist, wie viel Geld Du unter dieser Prämisse (siehe Punkt 2) investieren möchtest, legst Du Deine persönliche Investmentstrategie fest.

Hierzu stellst Du Dir folgende zwei Fragen:

  • Möchtest Du kaufen und halten („Buy and hold“) , das heißt langfristig in bestimmten Aktienwerten investiert bleiben. Du möchtest Aktien in Deinem Vermögensportfolio halten (neben normalen Geldeinlagen, etc.), ohne dass Du Dich jeden Tag mit den kurzfristigen Entwicklungen an den internationalen Börsen beschäftigen musst.
  • Möchtest Du das “Rein-Raus”-Spiel spielen („Buy and sell“), d.h. ständig opportunistisch Aktienwerte raussuchen, die Du kurze Zeit nach dem Erwerb (ggf. sogar intraday) wieder verkaufen willst, um einen kurzfristigen Gewinn zu erzielen. Hierfür sind eine laufende und intensive Marktbeobachtung und eine intensive Marktkenntnis erforderlich.

Punkt 4

Entscheide, in welche Aktienwerte Du investieren willst (sog. Stockpicking).

Nach der Festlegung der grundsätzlichen Investmentstrategie musst Du Dir bewusst werden, in welche konkreten Wertpapiertypen Du invesetieren willst:

  • Möchtest Du direkt in Aktien investieren (Einzelwerte) ?
  • Möchtest Du in Portfolien von Aktien investieren (bspw. Fonds oder ETF, die bestimmte Indizes oder eine bestimmte Zusammensetzung von Einzelwerten direkt oder synthetisch abbilden) ?
  • Möchtest Du in Derivate von Aktien investieren (bspw. Calls, Puts, etc.), d.h. in synthetische Produkte, die bestimmte Wetten auf Aktien- oder Indexentwicklungen darstellen.

Aktienderivate sind deutlich riskanter als Aktieninvestments. Hier ist ein Totalverlust deutlich wahrscheinlicher, allerdings sind auch höhere Gewinne denkbar.

Der Erwerb einzelner Aktien ist im Vergleich zum Erwerb von Aktienportfolien wiederum deswegen riskanter, da man hier „alle Eier in einen Korb legt“, während bei Portfolien in der Regel ein Diversifikationseffekt eintritt. Das heißt das Risiko ist reduziert, da verschiedene Einzelwerte, die nicht vollständig miteinander korrelieren, zusammenwirken. Dafür sind allerdings auch bei den Einzelwerten die Ertragschancen tendenziell höher als bei Portfolioinvestments.

Die Volatilität der verschiedenen Wertpapiertypen hat ebenfalls Einfluss auf das Chancen-Risiko-Profil des jeweiligen Investments. Je höher die Volatilität, das heißt die Schwankungsanfälligkeit und die Schwankungsbreite, des Produkts, desto höher sind die Ertragschancen, desto höher aber auch das Risiko einer Wertminderung oder eines Totalausfalls.

Stelle Dir die Frage: In welchen Bereichen hast Du denn bereits Erfahrung ? Wo möchtest bzw. Du Deinen Schwerpunkt des Investments und der Marktbeobachtung legen, bspw. hinsichtlich

  • Wertpapiertyp,
  • Aktie / Portfolio / Derivat,
  • regionale Schwerpunkte oder
  • Branchenschwerpunkte ?

Punkt 5

Denke an das richtige Timing.

Wenn Du kurzfristig orientiert handeln möchtest, musst Dir klar sein, dass Du Deine Märkte stets im Auge behalten musst, um nicht von kurzfristigen oder opportunistischen Marktentwicklungen überrumpelt zu werden und hohe Verluste hinnehmen zu müssen.

In diesem Zusammenhang ist das Timing (das heißt wann ist der richtige Zeitpunkt für den Einstieg, das heißt für den Kauf des Wertpapiers, und wann ist ein möglicher guter Ausstiegszeitpunkt) je nach Auswahl der Wertpapiere und der Investmentstrategie unterschiedlich relevant und zeitintensiv.

Das richtige Timing kann aber – unabhängig vom Stockpicking – über Gewinn oder Verlust entscheiden.

Eine langfristige Haltestrategie reduziert allerdings – im Vergleich zur kurzfristigen Haltestrategie – das Risiko, den falschen Zeitpunkt für das Investment gewählt zu haben.

Auch gibt es eine Reihe von Sparplänen, die am Markt angeboten werden. Mit einem Sparplan investierst Du regelmäßig nur einen kleinen Betrag. Allein durch die Regelmäßigkeit des Investments bildet sich ein Durchschnitts-Einstiegspreis für Dein Investment über die Zeit. Von Sprüngen in den Kursen aufgrund kurzfristiger Marktentwicklungen wirst Du dadurch tendenziell unabhängiger.

Ich fasse zusammen:

Sei vorsichtig und überschätze Dich nicht.

Lege im Vorhinein fest, mit welcher Risikobereitschaft Du an den Märkten aktiv werden möchtest.

Darauf basierend bestimmst Du Deine Investmentstrategie und prüfst Stockpicking und Timing Deiner Investments.

Die Ertragschancen ergeben sich aus dem Risikoprofil Deiner Investments.

Im Ergebnis solltest Du nicht unvorbereitet an der Börse aktiv werden. Denn besser als der Markt (oder die am Markt tätigen Experten) zu sein, haben schon viele versucht. Mit der entsprechenden Vorbereitung und unter Berücksichtigung der von Dir definierten Ziele beim Investment kannst Du aber Deine Aktivitäten an den Märkten für Deine Zwecke sinnvoll steuern, Risiken begrenzen und sich ergebende Chancen wahrnehmen.

Gerne kannst Du Dir auch andere Posts von mir anschauen, die ich bereits zu diesem Themenkomplex im Bereich Finanzen & Wirtschaft veröffentlicht habe, nur beispielhaft sei auf folgenden Post verwiesen:

Finanzielle Investments

Ich wünsche Dir viel Erfolg !

Andreas

P.S. Wie sind Deine Erfahrungen im Aktienhandel ? Welche Gedanken hast Du Dir zu solchen Investments möglicherweise schon gemacht ? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

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Geldanlage für junge Menschen – was Sinn macht!

Personal finance

Folgende Grundregeln, die Du bei Investments beachten solltest:

  • Investieren sollte ein junger Mensch (das gilt für andere Altersgruppen auch) nur in Geldanlagen, die er auch versteht.
  • Wenn er gar nichts von Geldanlagen versteht, sollte er sich einen verlässlichen Berater suchen, der ihn bei der Geldanlage unterstützt.
  • Junge Menschen können in der Geldanlage grundsätzlich ein höheres Risiko-/Ertragsprofil wählen. Wesentlicher Grund: sie haben mehr Zeit, eventuell Wertschwankungsrisiken “auszusitzen”.
  • Wer kurzfristig aber Geldanlagen verfügbar haben will, sollte in eher risikoärmere Anlagen gehen.
  • Wer langfristig orientiert ist, wählt wiederum ein höheres Risiko-/Renditeprofil.
  • Nicht alle Eier in einen Korb legen, das heißt die Geldanlage aus einem Portfoliogedanken heraus steuern. Nicht ausschließlich in eine Asset-Klasse anlegen, sondern die finanziellen Mittel streuen. Dies reduziert, aus Portfoliosicht, das Risiko des Wertverlustes.
  • Wesentliche Asset-Klassen sind: Aktien und Aktienderivate (dazu zähle ich auch Fondsstrukturen/ETFs), Immobilien, Anleihen, Termingelder, Spar- bzw. Bareinlagen, jeweils weiter unterteilbar nach Märkten, Unternehmen, Branchen, Währungen, Risikoprofilen.
  • Tendenziell höheres Risiko-Rendite-Profil besteht für Aktien und Aktienderivate
  • Tendenziell niedrigeres Risiko-Rendite-Profil besteht für Immobilien, Anleihen, Einlagen

Wie klingt das für Dich ?

Welche Fragen, Anregungen hast Du für mich ?

Ich freue mich auf Deine persönliche Nachricht.

Viele Grüße

 

 

Finanzielle Investments – das richtige Regelwerk für die Teilnahme am Börsenmarkt!

Personal finance

Die Finanzindustrie macht uns Glauben, dass investieren super-kompliziert ist. Tatsächlich sind die Prinzipien, welchen viele erfolgreiche Investoren folgen, ziemlich einfach.

Seit vielen Jahren interessiere ich mich für die Wirtschaft, für Unternehmen, auch für den Börsenmarkt. In dieser Zeit habe ich persönlich eine Reihe von Strategien ausprobiert, wie ich am Börsengeschehen am Effizientesten teilnehmen kann.

Was heißt effizient an dieser Stelle für mich ?

  • Geringes zeitliches Investment
  • Geringes emotionales Investment
  • Überschaubares finanzielles Investment im Verhältnis zur Gesamtvermögensallokation.

D.h. ich möchte mich nicht intensiv damit beschäftigen, wann ich in welche Unternehmen investieren sollte bzw. wann ich wieder aus diesen Unternehmen aussteigen sollte. Denn um bei solchem Stock Picking wirklich gut abzuschneiden, müsste ich viel Zeit investieren, um die Märkte und die Unternehmen laufend zu beobachten. Das ist aber nicht mein Bestreben.

Vielmehr möchte ich an der langfristig positiven Entwicklung der Asset-Klasse Aktien / Unternehmensbeteiligungen partizipieren, ohne mich zu stark finanziell oder zeitlich zu binden.

Ein entsprechendes grundsätzliches Investment ist für mich auch aus Gründen der Altersvorsorge wichtig und stellt eine Grundlage für eine ausgewogene Asset-Allokation dar.

Nachdem ich Vieles ausprobiert hatte, entschied ich mich letztlich für Regeln und Leitplanken, die seitdem meine Investmentstrategie prägen:

  • Breit gestreute Investments, weltweit, mich Fokus auf entwickelte Märkte in Europa und USA
  • Keine direkten Aktieninvestments, sondern in Märkte, über ETFs
  • Beimischung von commodities und emerging markets.

Weitere wichtige Rahmenbedingungen für mich, die sich an die Lehren des Börsen-Gurus Warren Buffett anlehnen:

  • „Stay in your circle of competence“: Investiere nur in Produkte, die Du auch verstehst.
  • „Only invest in business with durable competitive advantage“: Aktieninvestments bedeuten Investments in Märkte und Unternehmen. Die Investments sollten sich also auf Unternehmen mit einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil konzentrieren.

Zusammenfassung:

Aktieninvestments sind keine Raketenwissenschaft. Allerdings kann man mit Aktien auch viel falsch machen, bis hin zum Totalverlust des Investments. Ich habe über viele Jahre eine persönliche Investmentstrategie entwickelt, die es mir ermöglicht, mit überschaubarem Risiko an den Chancen der weltweiten Aktienmärkte zu partizipieren.

Viele Grüße

Andreas

P.S. Wie klingt das für Dich? Ich freue mich auf Deine Nachricht.