Schlagwort-Archive: Kinder

Halloween – 3 Tage danach.

„Wir sind die bösen Geister

und essen gerne Kleister.

Und wenn Sie uns nix geben,

dann bleiben wir hier kleben.“

Diesen Spruch höre ich auch 3 Tage nach Halloween nicht nur in meinem Kopf als Evergreen zur Erinnerung an einen der Höhepunkte der letzten Tage. Vielmehr höre ich die Worte auch noch ganz laut und auswendig zitiert von meiner nicht mal 3-jährigen Tochter auf dem Weg zum Einkaufen. Halloween hat nicht nur bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auf dem Weg zum Einkaufen hat sie diesen Spruch immer wieder aus dem Repertoire ihrer Sprüche herausgeholt. Sie hat auch mit Ausdauer und Genuss vom schauderhaften Abend von vor 3 Tagen berichtet. Was war auch nicht alles Spannendes passiert. Erst das tagelange, nein: wochenlange Hinfiebern auf den großen Tag bzw. Abend, das Aussuchen der Kleider, das Anprobieren. Dann am Halloween-Abend das Anziehen der Kleider, das düstere Schminken, die wilde Halloween-Musik, das Zitieren des vorbereiteten Sprüchleins nach dem Öffnen der Türen der aufzusuchenden Häuser. Die Dunkelheit, die Besuche bei den Familien, das Klingeln an den Häusern, die gruseligen Erlebnisse, die vielen Süßigkeiten, das gemeinsame Erlebnis – als Familie wie auch als Nachbarschaft. Es gab und gibt also viel Nachzudenken und zu rekapitulieren. Ganz abgesehen von den vielen Süßigkeiten, die nun aufgehäuft bereitstehen zur sukzessiven Vernichtung durch die kleinen Geister.

Ein Blick in die länger zurückliegende Vergangenheit: Wenn ich zurückdenke, ist es noch gar nicht so lange her, dass Halloween sich in unseren Breitengraden breit gemacht hat. Zu meiner Kindheit gab es Halloween für uns Kinder noch gar nicht als aktives Ereignis. Der Begriff war – zumindest soweit ich mich erinnern kann – vielmehr belegt durch Horrorfilme, made in USA. Selbst in späteren Jahren kann ich aus eigenem Erleben und eigener Beobachtung nicht sagen, dass Halloween bei uns wirklich gefeiert wurde. Ich kann mich nicht erinnern, dass nach Einbruch der Dunkelheit ganze Heerscharen von Kindern, Jugendlichen, Familien auf den Straßen unterwegs waren, um „Süßes oder Saures“ zu fordern bzw. anzudrohen. Auch haben sich viele Häuser bzw. innewohnende Haushalte bereits auf diese Invasionen mehr oder weniger umfassend eingerichtet. Gruselige Dekorationen und Süßigkeiten en masse stehen bereit, um das internationale Ereignis wirklich würdig zu begehen…Übertreibungen bei den gruseligen Aktivitäten nicht ausgeschlossen.

Den Kindern hat es jedenfalls hervorragend gefallen. Halloween war ein voller Erfolg. Eine spannende Nachtwanderung mit Süßigkeiten und Gruselei – langes Aufbleiben inklusive. Was will das Kinderherz mehr. So ist es auch wenig überraschend, dass auch 3 Tage nach Halloween immer noch gerne – und mit Enthusiasmus – darüber nachgedacht und gesprochen wird.

Trotzdem – tempus fugit – die Zeit fliegt weiter und die nächsten großen Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Natürlich gehören dazu als erster Schritt die St. Martins-Feierlichkeiten, dann kommt aber auch schon der Advent und das konkrete und intensive Nachdenken, welche Weihnachtsgeschenke es denn dieses Jahr geben könnte. So wird es das ganze Jahr über nicht langweilig. Spannende Ereignisse und Festtage pflastern das Kalenderjahr. Und das ist schön so – finden insbesondere die Kinder.

Was ist Dir von Halloween besonders im Gedächtnis geblieben? Oder kannst Du mit diesem amerikanisch geprägten Ereignis nichts anfangen?

Ich freue mich in jedem Fall auf Deine Nachricht.

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Das Ideal des braven Kindes

Kinder und brav – sind das zwei Wörter, die tatsächlich zusammenpassen? Welche Erfahrungen habt Ihr denn gemacht?

Ich möchte Dir meine Erfahrung und Einschätzung wie folgt erläutern:

Kinder sind von Geburt an ungeduldig. Wenn ein Kind ein Bedürfnis verspürt – Hunger, Durst, Kälte, Hitze, Alleinsein, etc. – muss dieses Bedürfnis sofort und völlig kompromisslos befriedigt werden.

Kinder erlernen erst im Rahmen ihrer Sozialisierung, ihrem Erlernen des Lebens in der Gemeinschaft und der Gesellschaft, die Tugend der Geduld. Ich meine, grundsätzlich ist es doch kein Fehler und aus Sicht des Kindes völlig nachvollziehbar, ungeduldig zu sein. Es besteht ein persönliches Bedürfnis – ein Schmerz, ein Fehlen von Etwas – und wenn ein Kind ein solches Manko feststellt, muss dieser Bedarf unmittelbar befriedigt werden. Warum auch nicht? Schließlich fühlt sich jedes Kind als Nabel der Welt. Was ja auch durchaus erfrischend ist und eine gesunde Einstellung prägt. Allerdings geht ein solches Verhalten natürlich im Zusammenleben mehrerer Menschen natürlich nicht immer einher mit den Bedürfnissen anderer Menschen. Dadurch können Konflikte entstehen.

Und hier nun meine erste These: Kinder können brav sein, obwohl sie dem Grunde nach ungeduldig sind.

Denn ist es die richtige Reaktion der Eltern auf die Aktion des Kindes, die da lautet „Ich brauche das – und zwar sofort!“, zu sagen: „Sei brav!“? Ich meine nein, ein Zusammenhang besteht nicht. Es geht vielmehr darum, die Kinder in Geduld zu üben, sich zu erklären – sofern möglich – und dann die verschiedenen Prioritäten nacheinander abzuhandeln. Ein Kind ist nicht deshalb nicht brav, weil es ungeduldig ist. Oder anders formuliert: Das Ideal des braven Kindes ist unabhängig von der immanenten Ungeduld des Kindes.

These 2: Kinder können brav sein – und zugleich widerspenstig. Was meine ich damit?

Wir kennen die Kinder, die stets Widerworte geben, wenn sie etwas tun oder lassen sollen. Das am häufigsten verwendete Widerwort ist: „Nein.“ Offensichtlich setzt das Kind andere Prioritäten als die Eltern, die den Wunsch nach Änderung des Verhaltens geäußert haben. Möglicherweise wissen die Eltern mehr als die Kinder und drängen daher auf eine Verhaltensänderung. Für das Kind ist dieser Wunsch aber nicht nachvollziehbar. Daher kommt es dem Wunsch auch nicht nach. Muss das Kind denn stets unmittelbar auf diese Anfragen kooperativ reagieren, um als brav zu gelten? Ich meine, es ist dem Kind dem Grunde nach erlaubt, Aufträge und Aufforderungen zu hinterfragen. Das bläuen die Eltern den Kindern ja auch ein, soweit es um fremde Menschen geht. Für die eigenen Wünsche sollen die Kinder aber stets unmittelbar und willfährig den Aufforderungen der Erwachsenen Rechnung tragen. Das ist ja – auch für brave Kinder – nicht zwingend einzusehen. Sicher ist es andersherum so, dass besonders brave Kinder in der Regel eher kooperativ auf die Wünsche reagieren, indem sie diese Aufforderungen nicht destruktiv hintertreiben, sondern eher konstruktiv hinterfragen – und bei Einsicht dem Auftrag auch Folge leisten. Das sind aber weitere Abstufungen, die an dieser Stelle noch nicht weiter vertiefen möchte.

These 3: Kinder sind nur dann nicht brav, wenn sie sich tatsächlich bewusst bösartig verhalten. Ein solches Verhalten ist aber meines Erachtens nicht angeboren, sondern von Erwachsenen kopiert.

Es gibt tatsächlich Kinder, die sich zeitweise hinterlistig, durchtrieben – zusammengefasst: bösartig, verhalten. Solche Kinder würde ich – wenn sie diese Verhaltensmuster zeigen – in diesem Moment nicht mehr als brav bezeichnen. Denn sie nutzen andere Kinder zu ihrem Vorteil aus oder erniedrigen andere Kinder aus Beweggründen, die dem Verhalten nicht angemessen sind. Diese Kinder haben offensichtlich beobachtet, dass dieses Verhalten persönlich nutzbringend ist und wenig Risiko birgt, gerade dann, wenn keine anderen Personen in der Nähe sind, die diesem Verhalten Einhalt gebieten können. Insgesamt sind diese Verhaltensweisen bei Kindern grundsätzlich eher selten. Auch ist in der Regel kein Kind dauerhaft bösartig.

Zusammenfassend ergibt sich für mich folgendes Bild:

Kinder sind grundsätzlich brav. Bestimmte Verhaltensweisen, die gemeinhin von Seiten der Erwachsenen als eher negativ eingestuft werden – insbesondere Ungeduld und Widerspenstigkeit – sind aber aus Sicht des Kindes ganz natürlich und normal. Sie verhalten sich in diesen Momenten nicht wesensfremd. Vielmehr sind die Erwachsenen dazu aufgerufen, ihre Sicht der Dinge zu erklären bzw. bestimmte Uneinsichtigkeiten auch hinzunehmen – einfach weil das Kind diese Wünsche der Erwachsenen noch nicht verstehen kann. Kinder verhalten sich altersgerecht und entsprechend ihrer persönlichen Reife und ihrem persönlichen Verständnis von gesellschaftlichen Gepflogenheiten bzw. Vereinbarungen. Lediglich im Falle der bewussten Bösartigkeit würde ich ein Kind als in dieser Situation als nicht mehr brav einstufen. Aber dieses Verhalten ist meines Erachtens für ein Kind auch wesensfremd, weil von Erwachsenen kopiert und mehr oder weniger perfektioniert eingesetzt.

Das Ideal des braven Kindes bedeutet für mich also: Kinder sind ideal – und brav.

Wie passt diese Bild zu Deinen Erlebnissen mit Kindern vom heutigen Tag?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

P.S. Gerne nehme ich mit diesem Beitrag an der folgenden Blogparade teil:
https://wordpress.com/read/blogs/102026599/posts/19524

 

 

An diesen 20 Punkten erkennst Du das echte Leben mit Kindern.

Ich freue mich immer wieder, mich mit werdenden Eltern auszutauschen. Diese Paare haben geheiratet – oder auch nicht – und freuen sich jetzt jedenfalls auf den Nachwuchs. Solange sie es aber noch nicht selbst erlebt haben, können sie es sich gar nicht vorstellen, wie es tatsächlich ist, Kinder zu haben und mit Kindern zu leben.

Ich selbst habe inzwischen vier Kinder.

Für Euch – und für alle, die bereits Kinder haben oder keine Kinder haben, hier meine Liste der 20 Punkte, an denen Du das echte Leben mit Kindern erkennst:

  1. Du schläfst Abends alleine bzw. als Paar im Bett ein und am nächsten Morgen ist jeder Zentimeter des Bettes ausgefüllt. du hast gar keinen Platz mehr. Kinder liegen über oder neben Dir. Denn während der Nacht wandert ein Kind nach dem anderen in das elterliche Bett. Denn dort ist es viel weicher, kuscheliger, wärmer.
  2. Du bekommst bedeutsame Fragen gestellt, wie „Warum gibt es Menschen?“, „Warum gehst Du zur Arbeit, Papa?“ oder auch: „Warum dürfen die Regenwürmer / Schnecken nicht ins Haus?“
  3. Windeln wechseln, Milchflasche und/oder Brei geben, Gespucktes wegwischen, Kinder an-, aus-, und umziehen gehören zum Standardrepertoire. Dabei brauchst Du aber nicht glauben, dass die Kinder Dir diese Tätigkeit leicht machen. Sie versuchen häufig alles, Dir diese Aufgabe schwerstmöglich zu gestalten. Aus Sicht der Kinder soll das für die Eltern nämlich eine wirkliche körperliche und emotionale Herausforderung sein.
  4. Am Essenstisch kommst Du nicht mehr zu Wort. Die Themen ändern sich im Sekundentakt, gleiches gilt für die Lautstärke, Streit und Versöhnung sind nur Augenblick voneinander entfernt. Im Übrigen sieht der Tisch nach jedem Essen wie ein Schlachtfeld aus.
  5. Die Kinder fordern Präsenz ein. Spielen ist Pflicht. Vorlesen ist Pflicht. Dabei musst Du unbedingt bei der Sache sein und bleiben, sonst bekommst Du einen Rüffel.
  6. „Wann sind wir endlich da?“ ist der meist gesagte Satz im Auto – egal ob die Reise 10 Minuten oder 8 Stunden dauert.
  7. Jeder Tag, jeder Monat, jedes Jahr bringt Fortschritte, Entwicklung und Veränderung. Die Zeit fliegt. Ein Kind, das gerade noch auf dem Wickeltisch lag, ist – gefühlt – im nächsten Moment schon ein Schulkind und wird flügge.
  8. Du kennst Dich perfekt in der Kinderliteratur aus. Außerdem bekommst Du die entsprechenden Hörbücher mittels Dauerbeschallung auf die Ohren. Dadurch wirst du unter anderem bei „Bibi&Tina“ extrem textsicher und kannst die Charaktere mit Deinen Kindern diskutieren.
  9. Du erlebst hautnah, wie Kinder innerhalb von Sekunden ihre Interessen komplett ändern können. Im einen Moment wollen sie Rad fahren. Während Du das Fahrrad noch aus der Garage holst, nachdem Du 5 Minuten überall die Luftpumpe gesucht hast, kommt Dir schon das Kind entgegen und fordert Dich auf, endlich die Inliner zu suchen, die es jetzt  – eigentlich schon lange – fahren möchte. Rad fahren ist doof.
  10. Du kannst Stunden damit verbringen, bei regnerischem Wetter Schnecken am Weg zu suchen, einzusammeln und über die Straße zu tragen.
  11. Keine Angst vor Matsch. Die Kinder lieben es, sich total einzumatschen. Wichtig ist, vorab sicherzustellen, dass sie ihre Matschhosen anhaben  – sonst bekommen die Waschmaschine, die Dusche und die Eltern Extraschichten.
  12. Du wirst zum Profi-Baumeister. Ob im Sandkasten, mit Kastanien, mit Erde oder Papier. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Kinder fordern Dich entsprechend heraus.
  13. Die Kinder bereichern Dich täglich mit bunten Bildern. Insbesondere zur Kindergartenzeit sind der Produktivität der Kinder keine Grenzen gesetzt. Deine Wände zu Hause, Deine Bürowände sowie mehrere Ordner sind von den kreativen Ergebnissen der Kinder gepflastert.
  14. Du wunderst dich ein wenig darüber, was gute Kinderschuhe und Kinderkleidung kostet. Dann überlegst Du Dir, wie lange sie diese Sachen tragen können – und vergleichst dies auch mit Deinem eigenen Budget für regelmäßig neue Einkleidung. Dann vergisst Du diese rationalen Überlegungen gleich wieder – und kaufst das, was das Kind braucht.
  15. Du fieberst auf Halloween hin – genauso wie Deine Kinder. Kürbisse werden besorgt, zerschnitten, beleuchtet. Gruselige Kleidung wird besorgt, der Halloween Abend wird akribisch vorbereitet.
  16. Überhaupt die ganzen Ereignisse im Jahr (Geburtstage, Adventszeit, Weihnachten, Ostern, etc.) werden viel euphorischer und mit großer Spannung erwartet. Es wird darauf hingefiebert– mit den Kindern gemeinsam.
  17. Jedes Familienfest wird durch die Kinder enorm bereichert. Im Übrigen wird jede traditionelle Fest-Planung von den Kindern über den Haufen geworfen.
  18. Du lernst Dinge wieder neu – sei es das Spielen mit Playmobil und Lego, sei es aber auch die Mathematik oder Musikinstrumente. Und es ist schön zu beobachten, dass Lernen Spass machen kann – wenn es richtig gelehrt wird und man Lust darauf hat.
  19. Kinder lieben Medien. Unglaublich, welche große Faszination Handys, Fernsehen, Tablet für Kinder haben. Sie könnten sich stundenlang Bilder und Bewegtbilder anschauen – egal welcher Inhalt.
  20. Liebe und Emotion: mit Kindern erfährst Du nochmal ganz neu, was Emotion, Begeisterungsfähigkeit, Liebe und Zuneigung wirklich ist.

Erkennst Du Dich in einzelnen Punkten wieder? Entweder vom eigenen Erleben oder vom Beobachten? Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Im Ergebnis ist für mich ganz klar: Du kannst Dir beim besten Willen nicht vorstellen, was sich mit Kindern in Deinem Leben ändert. Nachher ist alles anders als vorher. Glaub mir.

Aber ich sage auch: das Leben mit Kindern ist ganz großartig. Sie bereichern Dein Leben!

P.S. Gerne nehme ich mit diesem Beitrag an der folgenden Blogparade teil: 

http://www.2kindchaos.com/familie/echt-jetzt-so-ist-das-leben-mit-kindern-wirklich-blogparade

Was ist Glück?

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Glück wird sehr individuell empfunden und wahrgenommen. Ich bin persönlich überzeugt davon, dass jeder Mensch das Glück für sich selbst unterschiedlich definiert. Und das ist auch gut so.

Was ist Glück für mich persönlich?

Meine Familie / Meine Kinder

Ich bin dankbar dafür und glücklich darüber, dass ich eine große und gesunde Familie habe. Persönlich empfinde ich großes Glück, dass meine Frau und ich vier gesunde Kinder empfangen durften. Ich sehe meine Kinder aufwachsen, verbringe Zeit mit ihnen, höre ihre Fragen, beobachte ihre Neugier, sehe sie wachsen und gedeihen. Welches größere Glück kann es für einen Menschen geben?

Meine Geburt / Meine Herkunft

Ich darf mich sehr glücklich schätzen, dass ich in ein reiches und friedvolles Land geboren wurde, nämlich Deutschland. Unser Land verfügt über Infrastrukturen, ein gemeinsames kulturelles Grundverständnis und einen Reichtum, der es uns und auch mir persönlich von Anfang an ermöglicht hat, zu Wachsen und mich persönlich zu entwickeln. Viele andere Menschen auf unserer Welt hatten dieses Glück nicht.

Meine Ausbildung / meine persönliche Entwicklung

Dadurch, dass ich das Geschenk bekommen habe, in Deutschland aufwachsen zu dürfen, haben sich vielfältige Möglichkeiten für mich eröffnet. Ich kann mich mit den Themen beschäftigen, die mich auch interessieren und die mich anspornen. Sei es auf der kulturellen, musikalischen und literarischen Ebene, sei es aber auch auf sehr schulischen und universitären Seite. In all diesen Bereichen konnte ich mir die Themen aussuchen, mit denen ich mich gerne beschäftigen wollte, in die ich persönlich Zeit investieren wollte. Im Rahmen des Üblichen und für Deutschland Normalen waren mir hierbei keine Grenzen gesetzt. Das persönliche Wachstum, die persönlichen Entwicklung, die Ziele, welche ich mir gesteckt hatte, konnte ich nach eigenem Belieben ausgestalten. Es ist ein Glück, dass mir diese Rahmenbedingungen bereit gestellt wurden, um – unterstützt durch entsprechendes persönliches Streben und Willensstärke – persönlich meine selbstgesteckten Ziele zu erreichen.

Mein Beruf

Auf der Grundlage meiner Ausbildung und der Rahmenbedingungen, die sich aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Deutschland stellten, konnte ich interessante Berufe kennenlernen und ausüben. Meine beruflichen Aktivitäten haben mir stets erlaubt, meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Meine Berufe haben mich fachlich und persönlich gefordert und weiter gebracht. Ich bin glücklich, dass ich diese Möglichkeiten hatte und weiterhin habe.

Meine Gesundheit

Ich bin glücklich, dass meine Familie gesund ist. Ich bin darüber hinaus glücklich, dass ich selbst bislang kaum von Krankheiten gebeutelt wurde und mein Körper sich mir gegenüber als relativ stabil erwiesen hat. Wenige Krankenhausaufenthalte und nur wenige Krankentage im Jahr zeigen, dass ich mich sehr glücklich schätzen darf, in einem relativ gesunden Körper zu leben. Natürlich will ich dazu beitragen, dass ich mir meine Gesundheit und Fitness noch lange erhalten kann.

Glück – aus Zufall und bewusstem Streben

In vielen Bereichen brauchst Du einfach Glück, um geeignete Rahmenbedingungen vorzufinden, die Dir persönliches Wachstum und ein zufriedenes Miteinander in der Gemeinschaft ermöglichen. Und es ist wichtig, dieses Glück zu schätzen und dafür stets dankbar zu sein. Allein dieses zufällige Glück macht glücklich, weil Du weißt, Du bist privilegiert.

Auf Basis dieses Glücks kannst Du durch bewusstes Streben Dein Glück noch weiter ausbauen. Man könnte auch vom Glück des Tüchtigen sprechen. Du kannst Du dann besonders glücklich schätzen, wenn Du durch persönliches Streben und bewusstes Agieren die Ziele erreicht hast, die Du Dir vorgenommen hast. Es macht glücklich und zufrieden, angestrebte Herausforderungen bewältigt und Ziele erreicht zu haben. Dadurch spürst und erlebst Du Dein persönliches Wachstum über die Zeit, über die Jahre. Die Zeit, die Du auf Erden hast, sinnvoll, wertstiftend und nutzbringend für Dich, Deine Lieben und die Gesellschaft eingesetzt zu haben – das ist aktiv erlebtes Glück.

Wie sind Deine Erfahrungen mit dem Glück?

Wann warst Du zuletzt ganz bewusst glücklich und dankbar für dieses Glück?

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

P.S. Gerne nehme ich mit diesem Beitrag an der folgenden Blogparade teil:

https://julie-en-voyage.com/2017/10/13/aufruf-blogparade-zum-thema-glueck/

 

 

 

 

Draußenzeit trotz Novembergrau

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„Lass uns in den Pfützen hüpfen!“ – Ich hätte vor meiner Zeit mit meinen Kindern nie gedacht, dass es so viel Spaß machen kann, einen Regenspaziergang zu machen.

Warum? Die Kinder lieben es, Pfützen zu suchen – je tiefer und je größer desto besser. In die Pfützen wird dann kraftvoll und mit Anlauf reingehüpft. Wichtig ist natürlich, dass die Kinder ihre Matschhosen anhaben und Gummistiefel. Sonst wären sie gleich bis auf die Unterhose durchgeweicht. Aber wenn sie die richtige Kleidung anhaben, können sie sich stundenlang beschäftigen und spazieren. Die Pfütze wird dann gesucht, gefunden und intensiv behüpft. Das Wasser spritzt in alle Richtungen – auch auf die Matschhosen der Geschwister, die erwartungsvoll entweder direkt neben der Pfütze stehen oder gleichzeitig in die Pfütze hineinhüpfen.

Ein großer Spass für die ganze Familie!

Aber selbst wenn es nicht regnet, gibt es viel, womit die Kinder sich intensiv und gerne beschäftigen können. Das beginnt mit der Kastanienzeit. Kaum ist ein Kastanienbaum gefunden, werden die am Boden liegenden frischen Kastanien eingesammelt. Am Besten haben die Kinder selbst (ersatzweise die Eltern) an Eimer gedacht. Alternativ können auch mitgeführte Kinderwägen genutzt werden. Sehr schnell füllen sich solche Behältnisse mit frischen Kastanien. Auch werden die Eltern gerne aufgefordert, Nachschubmaterial vom Kastanienbaum herunterzuholen. Entweder indem Äste heruntergezogen werden, liegende Äste oder andere Materialien hochgeschossen werden, um frische Kastanien zum Fallen zu bringen, oder auch durch kräftiges Schütteln von erreichbaren Ästen und Zweigen. Am Beliebtesten ist das pure Einsammeln – am Besten von möglichst viel Masse, idealerweise natürlich schönen Kastanien. Die Freude an den Kastanien lässt sich verlängern, wenn die Kinder dann auch noch nach dem Spaziergang die Lust verspüren den Hauseingang zu schmücken oder auch später im Wohnzimmer etwas Kreatives aus den Kastanien zu basteln. Alternativ können die Kastanien dann auch noch für das freie Spiel im Garten genutzt werden. Die Kastanien werden beispielsweise im Garten spielerisch gekocht, im Sandkasten verarbeitet oder auch einfach gestapelt.

Eine ähnliche Kreativität lassen die Kinder im Übrigen mit Maiskolben walten. Ein Spaziergang über die Felder nach der Maisernte regt nämlich erneut den Sammlertrieb der Kinder an. Nicht von den Erntemaschinen eingesammelte vollständige Maiskolben werden mit Ausdauer auf den großen Maisfeldern eingesammelt. Sehr schnell werden hier die mitgeführten bunten Eimer von nicht durch den Bauern geernteten Maiskolben gefüllt. Mit großer Energie und Einsatz werden diese gelben Maiskolben dann später verarbeitet. Jedes einzelne Maiskorn wird mühevoll abgepuhlt und weiteren spielerischen Verwendungen zugeführt.

Wenn wir von den Feldern in den Wald gehen, gibt es weitere spannende Aktivitäten und neue erlebnisreiche Dinge auszuprobieren. Ganz hervorragend sind Blättermassen, die den Waldboden bedecken. Daraus lassen sich epochale Blattschlachten schlagen. Die Blätter fliegen dann nur so durch die Luft und die Kinder (und Eltern) sind nach wenigen Minuten bedeckt von einem farbigen Blätterkleid. Auch das großartige Rascheln reizt die Kinder. Sie marschieren durch Berge von Blättern und können gar nicht genug davon bekommen, wenn die Blätter davonstauben, es dabei lautstark raschelt – und sie mit ihren Schritten eine regelrechte Wegschneise in die Blätterwiese schneiden können.

Und last but not least: der Halloween-Countdown. In diesen letzten Oktober-Tagen fiebern die Kinder dem großen Halloween-Event entgegen. Vorboten zeigen sich allerorten in den Gärten, wenn wir an den Wochenenden gemeinsam spazieren gehen. Kürbisse, schreckliche Gespenster und Hexen steigen zunehmend aus ihren Gruften hervor. Auch die Kinder überlegen sich Tag für Tag, wie sie die Erwachsenen am großen Tag erschrecken können – um möglichst viele süße Gaben zu erhaschen. Nur noch wenige Tage bis dahin!

Insgesamt kann ich beobachten – und mich daran erfreuen – dass die Kinder dem Herbst sehr viel Gutes abgewinnen können. Sie halten sich zwar nicht mehr ganz so lange draußen auf wie im Sommer. Trotzdem finden sie viele Aktivitäten, die ihnen Spaß machen und mit denen sie sich sehr gerne beschäftigen.

Wie siehst Du das? Welche Erfahrungen machst Du mit dem Herbst als Outdoor-Event – mit oder ohne Kinder? Warst Du heute schon an der frischen herbstlichen Luft? Wenn nicht – jetzt wird es Zeit: Schuhe an, Jacke, Mütze und Schal, Schlüssel einstecken und los geht’s!

Ich freue mich auf Deine Nachricht.

P.S. Gerne nehme ich mit diesem Beitrag an der folgenden Blogparade teil:

https://gesasgrossesglueck.wordpress.com/2017/10/11/blogparade-draussenzeit-trotz-novembergrau/

 

Gedanken zur Kindererziehung

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„Wenn Du Deine Kinder erziehst, bist Du der Bogen, und sie sind der Pfeil.

Und Du versuchst einfach nur, mit ihnen in die beste Richtung zu zielen, in die Richtung,

die Du kennst, und wenn Du Glück hast, liegt Dein Ziel nicht zu weit daneben.“

Ich finde, eine sehr treffende Beschreibung dessen, was eine gute Erziehung der Kinder durch die Eltern und andere Erzieher ausmacht.

Den Kindern die Möglichkeiten und den Rahmen bieten, um sich frei zu entfalten.

Ihnen aber nichts aufzwingen, um sie in der Breite Ihrer Entfaltungsmöglichkeiten nicht einzuschränken.

Dabei erscheint es mir wichtig zu sein auch keine künstlichen Grenzen zu setzen, die sich durch den individuell erlebten Erfahrungshorizont der Eltern ergeben könnten. Denn vielleicht mag das Kind in eine ganz andere Richtung gehen, als es die Eltern es sich das für die Kinder vorgestellt haben.

Im Ergebnis halte ich folgende Feststellungen für essentiell:

Leitplanken sind für die Kinder richtig und erforderlich, denn sie geben Orientierung.

Im Rahmen dieser Leitplanken brauchen Kinder aber maximalen Freiraum, um sich entfalten zu können; entfalten zu einem freien, unabhängigen und selbständigen Erwachsenen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine schöne Woche !

Viele Grüße

Andreas

P.S. Nicht ganz überraschend sehe ich hier im Übrigen auch Parallelen zur Zusammenarbeit zwischen Führungskraft bzw. Vorgesetztem und Mitarbeiter im betrieblichen Umfeld.

P.P.S. Wie sind Deine Erfahrungen in der Kindererziehung ? Oder: findest Du Dich wieder in der Beschreibung im Hinblick auf Erfahrungen in Unternehmen, in denen Du schon tätig warst ?

 

Was hast Du erst später im Verlauf Deines Lebens gelernt?

do what makes you happy

Ich habe erst weit jenseits der 30er erfahren und erlebt, wie bereichernd Kinder für das eigene Leben sein können !

Diese Erfahrung möchte ich aus heutiger Sicht auch nicht mehr missen, weiß aber im Rückblick, dass ich in mir in meinen 20ern solche Überlegungen noch gar nicht gestellt habe. Kinder waren für mich damals auch noch nicht vorstellbar.

So ändern sich die Zeiten, die Einstellungen und so erfüllend können neue Erfahrungen sein !

Aber ich freue mich, dass das Leben so viele positive und bereichende Veränderungen und Entwicklungen mit sich bringt. Wer weiß, was die nächsten Jahre und Jahrzehnte Neues bringen.

Wie ist das bei Dir ? Welche Veränderungen in Deine Einstellung hättest Du Dir vor 10 oder 20 Jahren noch nicht vorstellen können ?

Ich freue mich über Deine Nachricht.

Viele Grüße

Andreas