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Umgebe Dich mit produktiven, motivierten und inspirierenden Menschen.

Es wird oft gesagt, man sei der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du am meisten Zeit verbringst.

Mit wem verbringst Du am meisten Zeit?

Sind es Familie, Freunde, Sport- oder Vereinsbekanntschaften oder vielleicht auch bestimmte Arbeitskollegen, mit denen Du viel von Deiner Zeit verbringst?

Zum einen zeigt Dir diese Überlegung, in welchem Umfeld Du am meisten unterwegs bist. Du wirst Dir auch bewusst, welcher Art von Interaktion Du in welcher Intensität am häufigsten begegnest.

Als Folgefrage stellst Du dir sicherlich: Ist das gut so? Umgebe ich mich mit den richtigen Menschen? Bin ich mit den Menschen oft zusammen, mit denen ich auch oft zusammen sein möchte? Oder sind einige Kontakte vielleicht nur externen Notwendigkeiten geschuldet? Sind vielleicht einzelne Kontakte auch nur deswegen intensiv, weil sie von der anderen Person eingefordert bzw. erzwungen werden, aus Deiner Sicht sind diese Kontakte Dir aber nicht so wichtig?

Grundsätzlich ist es förderlich, wenn Du Dich hauptsächlich mit Menschen umgibst, mit denen Du gerne zusammen bist. Du genießt das Zusammen sein, den gemeinsamen Kontakt, die regelmäßigen Interaktionen, das gemeinsame Verbringen von Zeit, Du erfreust Dich der gemeinsamen Erlebnisse und Erinnerungen.

Vielleicht umgibst Du Dich darüber hinaus gerne mit Menschen, die Du bewunderst. Menschen, die Eigenschaften haben, welche Du gerne annehmen würdest. Beispielsweise besonders positive oder auch mutige Menschen.

Von den Menschen, die Du bewunderst, lerne. Lerne, was Du kannst über ihre Eigenschaften und Routinen. Nutze Deine Beobachtungen die mit ihnen gemeinsam gemachten Erfahrungen, um herauszufinden, was sie konkret tun, um ihre Eigenschaften und Gewohnheiten zu unterstützen. Überlege vor diesem Hintergrund, welche dieser Routinen und Systeme Du aufgreifen und lernen möchtest.

Wenn du andererseits Personen in Deinem regelmäßigen Lebensalltag hast, die Dich emotional runterziehen, mache einen Plan wie Du sie unterstützen kannst und sie wieder hochziehen kannst. Sie sollen von Deiner positiven Energie profitieren, dürfen Dich aber natürlich nicht ausnutzen. Wenn Du ein solches Verhalten über längere Zeit feststellst, solltest Du den Kontakt mit solchen Menschen reduzieren.

Insgesamt solltest Du für Dich regelmäßig hinterfragen. Dich fragen, mit wem Du so zusammen bist. Und ob das von Dir so gewollt ist, Dir gut tut – oder ob das eine völlig willkürliche und zufällige Zusammenstellung von Kontakten ist. Ein Bewusstwerden der gemeinsam verbrachten Zeit halte ich für wichtig, um nicht gedankenlos in Situationen zu stürzen, die schädlich für Dich sein können, die Dich selbst auch emotional runterziehen können.

Am Schönsten ist es natürlich, wenn Du mit Menschen zusammen bist, die Du Dir bewusst als Kontakte ausgesucht hast – weil Du gerne mit Ihnen Zeit verbringst, weil sie lustig sind, weil sie produktiv, motivierend und inspirierend sind für Dich. So wie Du für sie auch gleiches wiederspiegelst. Damit könnt ihr auf Augenhöhe Eure wertvolle Zeit gemeinsam verbringen.

Was stellst Du für Dich fest. Sind die Menschen, die Dir wichtig sind auch deine häufigsten Kontakte?

Verbringst Du genug Zeit mit den Menschen, die Dir wichtig sind?

Beobachte Dich ein paar Tage lang und überlege, wie sich das bei Dir verhält. Ob Du die Situation so beibehalten möchtest, oder ob Dir Änderungen wichtig sind. Ob Du Deine Zeit anders auf Menschen und Kontakte verteilen möchtest.

Ich freue mich über Dein Feedback, gerne auch über Facebook oder Twitter.

Viele Grüße

Andreas

P.S. Siehe zu diesem Thema unter anderem auch meinen folgenden Beitrag:

https://drandreasruss.wordpress.com/2017/11/15/welche-arten-von-menschen-solltest-du-meiden/

 

Wann haben wir aufgehört, uns selbst zu feiern ?

celebrate

Jedes Kind feiert sich selbst – dauernd. Es vergehen nur wenige Minuten am Samstag Nachmittag, dann kommt eines meiner Kinder auf mich zugelaufen „Papa, schau, Papa, komm mal her, schau was ich gemacht habe – schau was ich kann. Oder: ich führe Dir etwas vor – schau her, Papa!“

Und ich schaue hin – schaue, was mein Kind mir präsentieren möchte, wovon es so begeistert ist.

Diese Begeisterungsfähigkeit von Kindern ist absolut faszinierend. Auch und gerade die Begeisterungsfähigkeit steckt an, die Kinder gegenüber sich selbst und ihrer Entwicklung zeigen. Sie feiern jede neue Fähigkeit, jede neue Erfahrung, jede neue Erkenntnis. Und alle anderen sollen dabei zuschauen, die Eltern, Geschwister und Freunde sollen dabei sein, wie sie ihre neue Fähigkeit ausprobieren und zelebrieren.

Einfach erfrischend, positiv und so optimistisch – zugleich freundlich und ansteckend!

Dann überlege ich – wann habe ich, wann hast Du, wann haben wir Erwachsenen eigentlich verlernt, uns so regelmäßig und begeisternd selbst zu feiern ?

Wie oft machen, bauen, schreiben, erfahren wir etwas Großartiges … wem erzählen wir davon ?

Zu wem sagen wir, „schau her was ich gemacht, schau her was ich gebaut und geschrieben habe. Ist das nicht toll, ist das nicht großartig ? Schau mir zu, was ich kann, schau hin, was ich geleistet habe !“

Es muss dabei nicht um große Dinge, tiefgreifende Ereignisse gehen – aber: wann warst Du das letzte Mal so richtig stolz auf Dich – auch auf die kleineren „Siege“ und Errungenschaften ?

„Ich bin heute Rad gefahren, ich war heute im Fitnessstudio. Oder: ich habe heute den Rasen gemäht und alle Büsche zurückgeschnitten. Oder: ich habe heute Frühstück, Mittagessen und Abendessen für sechs Personen gemacht – und es hat toll geschmeckt.“

Nein, das sagt man nur selten, wenn überhaupt. Man behält das für sich, wenn überhaupt ein positives Selbstgespräch in diese Richtung stattfindet. Oder wie ist das bei Dir ?

Möglicherweise sagst Du dann vielmehr “Ich hätte es noch besser machen können. Es ist noch nicht gut, noch nicht schnell genug. Oder: ich sollte es noch mehr in die Richtung versuchen, wie es der Nachbar offensichtlich hinbekommt.“

Wann haben wir den Schalter umgelegt von: „schau her, schau, was ich kann“ zu: „es ist nicht gut genug, ich muss noch besser werden – verglichen mit anderen muss ich noch zulegen.“

Nein, so geht das nicht. Wir erzählen uns damit einen Unfug. Wir müssen aufhören, uns solche Geschichten zu erzählen – und dann sogar noch daran zu glauben.

Es wird Zeit, dass wir uns selbst wieder regelmäßig feiern und über uns begeistern. So, wie wir es früher als Kinder ausführlich zelebriert haben.

Ich arbeite daran.

Machst Du mit ?

Viele Grüße

Andreas