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Lohnt es sich, teuren Wein zu kaufen?

Wein

Natürlich ist zunächst zu überlegen, was überhaupt ein teurer Wein ist. Wie definierst Du teuren Wein ?

Ich selbst definiere das für mich so, dass eindeutig teurer Wein mit Preisen im Handel von >20 Euro anfängt (im Restaurant wären das dann Preise auf der Karte von >60 Euro).

Und hier ist meine Antwort: Weine oberhalb dieses Preisniveaus sind in der Regel sehr gut, vor allem wenn  Du eher schwere, gehaltvolle Rotweine suchst.

Allerdings sinkt der Nutzen – im Verhältnis zu den Kosten, d.h. dem Preis – in diesem Preissegment meines Erachtens stark.

Mithin sind Weine in diesem Preissegment eher etwas für Liebhaber und besonders preisinsensitive Genießer (auf Deutsch: wenn der Preis keine Rolle spielt).

Unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten findest Du aber auch im Preissegment zwischen 10–20 Euro (Restaurantpreis: 30–60 Euro) sehr gut trinkbare Weine. Weine bei denen es ebenfalls ein Genuss ist, sie zu trinken. Und hier zahlst Du in der Regel auch weniger für das Image und die Seltenheit des Weines drauf – sondern zahlst den puren Weingenuss.

Und wenn Du in das nächsttiefergelegene Preissegment gehst – ich definiere das im Bereich 5–10 Euro (Handelspreis, Restaurantpreis: 15–30 Euro) gibt es auch noch ausgewählte gute Weine. Hier musst Du ausprobieren, was Dir besonders gut schmeckt. Aber ganz ausdrücklich gibt es auch in diesem Preissegment auch noch wirklich gut trinkbare Weine. Hier ist der Kosten-Nutzen meines Erachtens besonders hoch.

Wenn Du im Handelspreis deutlich unter 5 Euro einkaufst, bekommst Du zwar etwas, wo Wein draufsteht – und auch Wein drin ist. Ein ausgesuchtes Geschmackserlebnis für den Weingenießer ist das dann in der Regel aber nicht mehr. Trotzdem sind auch diese Weine für den Einsteiger trinkbar (vor allem im Bereich der Weißweine).

Von Weinen unter 2 Euro Einkaufspreis rate ich dringend ab.

Wie siehst Du das ?

Ich freue mich auf Deinen Kommentar !

Viele Grüße

Andreas

 

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„memento mori“ – Erinnere Dich daran, dass Du sterben wirst. Oder: Nutze bewusst Deine Zeit !

„Bereite Dich in Gedanken auf das Ende Deines Lebens vor. Verschiebe nichts. Gleiche täglich die Bilanz Deines Lebens aus… Derjenige, der sich des Endes seines Lebens täglich vergegenwärtigt, ist nie in Zeitnot.“ – Seneca.

Jeder Mensch verfügt tagtäglich über ein identisches Zeitkontingent auf Erden – genau 24 Stunden. Entscheidend ist es daher, bewusst zu entscheiden, wofür wir dieses Zeitkontingent einsetzen. „Ich habe keine Zeit“ – das stimmt nicht. „Ich habe dafür keine Zeit bzw. Ich nehme mir dafür keine Zeit“ – korrekt: Es ist mir nicht wichtig genug, dafür möchte ich meine Zeit nicht investieren. Ich investiere meine gegebene Zeit auf Erde bewusst für bestimmte Aktivitäten, die ich alleine festlege.

Mit „memento mori“ finde ich einen Weg, mich meiner Sterblichkeit regelmäßig zu erinnern. Ich will nie vergessen: es könnte jeden Moment vorbei sein.

Die Stoiker schätzen diesen Gedanken als belebend – und sie haben Recht. Sich an diese Tatsache zu erinnern, ist aus Sicht der Stoiker eine der wichtigsten und entscheidenden Aufgaben des Menschen.

Nicht überraschend ist daher, dass eine von Senecas Biographien lautet „Jeden Tag sterben“. Letztlich ist es Seneca, der uns drängt, zu uns selbst zu sagen „Es könnte sein, dass Du morgen nicht mehr aufwachst.“, wenn wir abends ins Bett gehen und „Es könnte sein, dass Du zum letzten Mal geschlafen hast“, als Erinnerung an unsere Sterblichkeit, wenn wir morgens aufwachen. Ein anderer Stoiker, Epictetus, drängte seine Studenten: „Behalte den Tod täglich vor Augen, gleichzeitig mit allem, was Dir schlimm erscheint – dadurch wirst du nie eine schlechte Gedanken oder übertriebene Wünsche haben.“ In Meditationen schrieb Marcus Aurelius „Es könnte sein, das du das Leben genau jetzt verlassen könntest. Denke daran, wenn Du entscheidest, was Du als nächstes tust, sagst oder denkst.“ Das ist eine Erinnerung daran, das Leben im JETZT bewusst und positiv zu LEBEN, und nicht abzuwarten.

Zusammenfassung:

Mit der regelmäßigen Erinnerung an „Memento mori“ erzeuge ich positive Gedanken zur Priorisierung und Bedeutung meines täglichen Handelns.

Die Bedeutung von externen Faktoren, äußeren Einflüssen und Einwirkungen, die um mich herum geschehen und passieren, kann ich dadurch in die richtigen Perspektive rücken. Ich kann die Wichtigkeit und Dringlichkeit von Themen besser einordnen und priorisieren, d.h. dafür Zeit investieren – oder eben nicht.

Zeit ist als ein Geschenk zu behandeln, sie sollte nicht verschwendet werden für Unwichtiges und Triviales. Der Tod macht das Leben nicht sinnlos, sondern vielmehr zielgerichtet und erfüllt. Und glücklicherweise müssen wir nicht sterben, um das Positive darin zu sehen. Es reicht aus, wenn wir uns einfach daran erinnern und uns damit näher an das Leben heranbringen, das wir leben möchten.