Schlagwort-Archive: Wirtschaft

Neue Technologien im Fokus

Ständig werden neue Technologien entwickelt. Es ist nicht einfach, hier laufend auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben. Trotzdem halte ich es für wichtig, sich hier nicht abhängen zu lassen.

Hier habe ich für Dich einige neue technologische Entwicklungen für Dich komprimiert zusammengefasst:

Cloud

Das Cloud-Computing nutzt skalierbare, elastische Technologien zur Bereitstellung von Diensten über das Internet.  Statt erhebliche Beträge vorab zu investieren, erhält beispielsweise eine Finanzabteilung die gesamte Palette an Funktionen nach dem „As-a-Service“-Prinzip. Bereitgestellt werden diese Lösungen in öffentlichen, privaten oder hybriden Clouds.

Process Robotics

Mit Process Robotics lässt sich die Transaktionsabwicklung und Kommunikation über unterschiedliche Technologiesysteme hinweg automatisieren. Robots führen ebenso wie der Mensch sich wiederholende Prozesse aus, jedoch mit geringerem Fehler- und Ermüdungsrisiko.

Visualization

Das Konzept der Visualisierung umfasst die innovative Nutzung von Bildern und interaktiven Technologien zur Auswertung großer, in hoher Dichte vorliegender Datenbestände. Visualisierungslösungen ergänzen Systeme der Business Intelligence und Analyse-Plattformen; sie stellen ebenso wie führende Lösungen für Endverbraucher reichhaltig aufbereitete Grafiken und interaktive, anwenderfreundliche Funktionen bereit.

Advanced Analytics

Analyselösungen sind seit jeher ein fester Bestandteil in der Wirtschaft. Mit neuen Verfahren lassen sich nun jedoch die entscheidenden Fragen aussagekräftig beantworten. Vielfach sind dazu große Rohdatenmengen zu „durchkämmen“, um Muster für künftige Geschäftschancen zu erkennen.

Cognitive Computing

Kognitives Computing und Künstliche Intelligenz (KI) bilden das menschliche Denken nach. Dieses Technologiefeld umfasst maschinelles Lernen, natürliche Sprachverarbeitung, Spracherkennung und maschinelles Sehen.

In-Memory-Computing

Das Konzept des In-Memory-Computing umfasst die Vorhaltung von Daten direkt im Hauptspeicher, was kürzere Zugriffszeiten ermöglicht. Und die Datenkomprimierung senkt den Speicherbedarf. Also: höhere Geschwindigkeit und Zugriff auf Datenmengen, deren Verarbeitung bisher jenseits des Vorstellbaren lag.

Blockchain

Die Blockchain ist ein verteiltes digitales Buchungsjournal, in dem Geschäftsvorgänge verifiziert und sicher in einem Netzwerk aus verteilten, miteinander verknüpften Knoten gespeichert werden, das ohne zentrale Kontrollinstanz auskommt.

Call to Action

Es macht viel diese neuen Technologien zu beobachten und zu begleiten.

Warum?

Teilweise begleiten uns diese Technologien mehr oder weniger unerkannt bereits heute. Und sie werden mit dem weiteren Voranschreiten der Möglichkeiten zur Verarbeitung von Big Data noch bedeutsamer und relevanter im täglichen Leben.

Zu verstehen, was hier passiert und wie es passiert, ist aus meiner Sicht ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Weiterentwicklung.

Ein tiefes Verständnis von neuen Technologien und von deren Entwicklungsstand hilft Dir, die Dinge und die Neuerungen und Möglichkeiten besser zu reflektieren und für Dich persönlich besser einzuordnen.

Bleib am Ball und auf der Höhe der Zeit.

Lasse Dich von der Welle der neuen Technologien nicht überrollen, sondern reite auf der Welle.

Das heißt nicht, dass Du alles unreflektiert mitmachen solltest und bei jeder neuen Technologie ganz vorne voranschreitest.

Es bedeutet vielmehr, dass Du neue Entwicklungen einordnen kannst und Dir Dein eigenes Bild machst. Du entscheidest Dich dann ganz bewusst für Deinen ganz persönlichen Umgang mit diesen neuen Technologien.

Du bleibst damit im Fahrersitz und kontrollierst die Neuerungen in Deinem täglichen Gebrauch.

Wie klingt das für Dich?

Welche Erfahrungen hast Du mit den neuen Technologien schon gemacht?

Ich freue mich auf den Austausch mit Dir.

Viele Grüße

Andreas

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Die nächste Wirtschaftskrise – ist es bald soweit?

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Eine Wirtschaftskrise gehört zu einer Wirtschafts dazu. In unregelmäßigen Abständen zeigt uns die Wirtschaftsgeschichte, dass Krisen wie ein reinigendes Gewitter für eine Erneuerung der Wirtschaft dienen können. Der folgende Beitrag gibt Dir einige wichtige Hinweise, in welchem Zeitpunkt dieses Kreislaufs wir uns derzeit befinden.

Meine Botschaft: Die nächste Wirtschaftskrise wird nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Allerdings: Ein genauer Zeitpunkt lässt sich dafür leider nicht voraussagen.

Wenn eine solche Aussage verbindlich möglich wäre, könntest Du an der Börse wirklich sehr schnell sehr reich werden. Aber wie der Wirtschaftswissenschaftler sagen würde: „there is no free lunch“, oder auf Deutsch: „geschenkt gibt es an den Märkten nichts“.

Es lässt sich aber zumindest eine Aussage darüber treffen, welche Vorboten dafür sprechen, dass die nächste Wirtschaftskrise sich konkret andeutet:

  1. Die Wirtschaft boomt bereits seit Jahren. Seit der Finanzmarktkrise 2007 haben sich die Märkte grundlegend aufs Neue erholt. Es ist ein stetiger und sich ständig verstärkender Anstieg der Börsenkurse an den internationalen Märkten zu beobachten.
  2. Die Kennzahlen an der Börse zeigen bereits ein – auch im historischen Vergleich –  hohes Bewertungsniveau der Unternehmen. Das heißt, es werden zunehmend Hoffnungswerte in die Bewertungen der Unternehmen eingepreist. Zukünftige Ertragschancen werden tendenziell sehr positiv gezeichnet.
  3. Risiken sind relativ preiswert. Investoren sind bereit, Risiken zu übernehmen zu relativ niedrigen Preisen. Das heißt die Risikoübernahme ist derzeit extrem günstig. Sowohl Banken als auch sonstige Investoren sind bereit, Risiken zu relativ geringen Zinsen bzw. Preisen zu übernehmen.
  4. Das Zinsniveau ist seit geraumer Zeit auf extrem niedrigem Stand. Dadurch werden Investitionen und Bewertungsniveaus weiter angefeuert, da Sparen nicht belohnt wird. Es lohnt sich nicht, Geld auf die „hohe Kante“ zu legen. Es muss – teilweise durch Akzeptanz hoher Risiken – investiert werden, um eine vernünftige Rendite zu realisieren.
  5. Renditen für die Übernahme von Risiken sind auf einem – im langfristigen Vergleich – sehr niedrigem Niveau.
  6. Asset-Bubble: es ist eine Bewertungsblase entstanden bei Sachwerten. Immobilien, Kunst, klassische Autos, Aktien, Unternehmensbeteiligungen, Gold, etc. sind auf einem historisch hohen Bewertungsniveau, da die Leute in Sachwerte „flüchten“.

Du siehst, diese Vorboten zeigen eine Zuspitzung der Situation. Trotzdem könnte es bis zur nächsten Wirtschaftskrise noch ein paar Jahre dauern. Die sehr freundliche Marktsituation und die positive Entwicklung an den Börsen könnte also weiter anhalten … oder auch nicht …

Wie ist Deine Einschätzung ?

Was beeinflusst den Wert einer Währung ?

Währung

Ziel meines Beitrags

Im folgenden Beitrag möchte ich Dir prägnant und komprimiert einige Informationen mitgeben, die Dir einen besseren Überblick geben sollen, wie der Wert einer Währung – im Euroraum ist dies der Euro (EUR), in den USA der US-amerikanische Dollar (USD)  – einzuschätzen ist.

Wie entsteht grundsätzlich der Wert einer Währung ?

Der Wert einer Währung wird grundsätzlich durch die Stärke der jeweiligen nationalen Wirtschaft (oder des gemeinsamen Währungsraums, dies gilt für den Euroraum) geprägt. Es gilt: Je stärker die Wirtschaft, desto stärker die Währung.

Daneben wird der Wert einer Währung – wie bei allen anderen Finanzprodukten auch – durch Angebot und Nachfrage nach diesen Gütern, beeinflusst. Eine hohe Nachfrage bzw. ein geringes Angebot bedeutet grundsätzlich eine Erhöhung des Werts, eine geringe Nachfrage bzw. ein hohes Angebot bedeutet in der Regel eine Reduzierung des Wertes.

Wie bemisst sich die Stärke einer Wirtschaft ?

Hier stehen volkswirtschaftliche Kennzahlen im Vordergrund.  Als besonders bedeutsam an dieser Stelle gelten die Staatsverschuldung, das Haushaltsdefizit, aber auch ein Handelsüberschuss/-defizit. Eine starke Volkswirtschaft zeichnet sich aber auch durch einen leistungsfähigen Arbeitsmarkt aus, durch eine starke und gut ausgelastete Industrie bzw. einen hochwertigen Dienstleistungssektor oder auch durch eine gut ausgebaute Infrastruktur (u.a. Autobahnen, Datenleitungen, Stromversorgung, etc.).

Exkurs: in der Regel handelt es sich bei den Wirtschaftsräumen, die zugleich Währungsräume sind, um homogene Volkswirtschaften. Driften einzelne Länder eines Währungsraums in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auseinander (oder waren noch nie auf einem vergleichbaren Level), entstehen Probleme für den Währungsraum, die Währung und einzelne Länder – siehe Euroraum.

Lässt sich die Stärke einer Währung durch das jeweilige Land / Staat bzw. durch den Währungsraum beeinflussen ?

Natürlich kann ein Land bzw. ein Währungsraum die eigene Währung dadurch stärken, dass sie die o.g. Kennzahlen verbessert, sei es durch politische und/oder strukturelle Verbesserungen im Bereich Verschuldung, Arbeitsmarkt, Infrastruktur, etc.

Darüber hinaus können weitere vertrauensbildende Maßnahmen in die Zahlungsfähigkeit bzw. die Leistungsfähigkeit des jeweiligen Landes eine Währung weiter stützen und stärken. Diese vertrauensbildenden/ vertrauensstärkenden Maßnahmen können beispielsweise die Höhe der Goldvorräte, sonstige werthaltige Vermögenswerte (bspw. Unternehmensanteile, Staatsfonds, Entdeckung von Ölvorkommen) oder auch das Versprechen sein, die Landes-Währung nicht unter einen bestimmten Wert fallen zu lassen. Eine solche Aussage könnte beispielsweise beinhalten, alle Maßnahmen einzuleiten, die notwendig sind, um eine Währung zu stabilisieren. Solche Maßnahmen können – neben der rein verbalen Aussage, eine solche Stützung der Währung anzudrohen – hauptsächlich der Kauf dieser Währung an den internationalen Finanzmärkten durch die jeweilige Zentralbank sein.

Was sind Wechselkurse ?

Wechselkurse sind bestimmt durch den Wert verschiedener Währungen untereinander. Der Wechselkurs zwischen EUR und USD zeigt, wie viel EUR man für einen USD erhält. Je mehr EUR man für einen USD erhält, desto stärker ist der EUR im Vergleich zum USD. Letztlich wird durch den Wechselkurs der Preis bzw. Wert einer Währung bestimmt, ausgedrückt mit dem Wert einer anderen Währung.

Eine starke Wirtschaft in einem Währungsraum führt grundsätzlich zu einer starken Währung im Vergleich zur Währung einer schwächeren Wirtschaft.

Exkurs: fehlende Möglichkeiten eines ökonomischen Ausgleichs unterschiedlich starker Wirtschaftsräume durch fehlende Wechselkurse führen wiederum zu Verwerfungen und systemischen Ungleichgewichten. Auch hier ist der Euroraum das beste Beispiel. Länder mit schwacher Volkswirtschaft haben keine Möglichkeit, diese Nachteile durch eine schwächere Währung im internationalen Handel auszugleichen. Bevor der einheitliche Währungsraum entstanden ist, konnten auseinanderdriftende wirtschaftliche Leistungsfähigkeiten durch gegenläufige Wechselkursentwicklungen wieder tendenziell ausgeglichen werden. Diese Option ist den schwachen Euro-Ländern nun abgeschnitten. Oder anders gesagt: ein ökonomisch eher schwach aufgestelltes Land wie Italien muss mit einer relativ starken Währung leben (oder eher: darunter leiden), weil die Stärke der Währung hauptsächlich durch die eher starke Wirtschaft in Deutschland angetrieben wird.

Wie wird mit Währungen spekuliert ?

Eine Währung ist an den internationalen Finanzmärkten ein Asset (Vermögenswert), wie Aktien, Anleihen und Fonds auch. Währungen können daher Gegenstand von Spekulationen sein, das heißt Teilnehmer an den Finanzmärkten können darauf wetten, dass sich Wechselkurse von Währungen in eine bestimmte Richtung entwickeln. Diese Spekulation stützen sie dann häufig auf die subjektive Auffassung, dass die jeweilige Währung über- oder unterbewertet ist. Spekulationen zeigen sich an den Märkten häufig, wenn überdurchschnittlich hohe Bestände an Währungsmitteln gekauft oder verkauft werden oder wenn besonders viele derivative Produkte mit dem Basiswert einer Währung abgeschlossen werden. Auf der Grundlage der Marktaktivitäten der Spekulanten können sich Bewertungen von Währungen – aufgrund des veränderten Angebots-/Nachfrageverhältnisses ebenfalls ändern.

Exkurs: Spekulanten haben auch schon mehrfach versucht, den Euro-Währungsraum zu sprengen, weil sie darauf gesetzt haben, dass die unterschiedliche wirtschaftliche Kraft innerhalb des Euroraumes dort Fliehkräfte in Bewegung setzen könnte.

Einschätzung von Ratingagenturen

Da Währungen Produkte an den internationalen Finanzmärkten sind, wie bspw. Aktien und Anleihen auch, werden diese Produkte auch regelmäßig von Ratingagenturen bewertet. Dabei stützen sich die Ratingagenturen in der Regel auf die oben genannten Kennzahlen zur Stärke der Volkswirtschaft und zur Verschuldung des jeweiligen Landes. Wird ein Land von einer Ratingagentur herabgestuft, das heißt wenn eine Ratingagentur die Zahlungsfähigkeit bzw. Bonität eines Landes schwächer einschätzt als zuvor, hat dies grundsätzlich auch Auswirkungen auf die Stärke der jeweiligen Währung. Denn – wie oben bereits erwähnt – eine Währung ist nichts anderes als ein Zahlungsversprechen der ausgebenden Stelle – hier der Staat, vertreten durch die jeweilige Zentralbank – dass der aufgedruckte Betrag jederzeit vom Staat bedient werden kann. Sofern die Zahlungsfähigkeit des Landes / Staates rückläufig ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahlungsmittel nicht mehr bedient werden können. Der Wert der Währung sinkt also.

Zusammenfassung

Der Wert einer Währung hängt wesentlich von der Stärke der Volkswirtschaft des jeweiligen Landes / Staates ab, welches entsprechende Zahlungsmittel emittiert. Weitere bedeutsame Einflussfaktoren auf den aktuellen Wert einer Währung sind Angebot/Nachfrage nach diesem Gut an den verschiedenen Marktplätzen, Einflussnahmen der Zentralbanken bzw. der Staaten, Spekulationen durch Finanzmarktteilnehmer oder auch Veränderungen in der Einschätzung von externen Ratingagenturen.

Viele Grüße

Andreas

P.S. Welche Fragen ergeben sich nach der Lektüre des Beitrags für Dich? Für welche Aspekte dieses Finanzmarktprodukts Währung wünschst Du Dir eine Vertiefung? Ich freue mich auf Deine Nachricht.

Modernes Leadership in Unternehmen: Neue Wege im digitalen Zeitalter

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Wie sollte modernes Leadership in Unternehmen aussehen?
Ich möchte dazu gerne 3 Gedanken mit Dir teilen:
Gedanke 1 – Moderne Unternehmen schaffen eine Kultur des Teilens.
In modernen Unternehmen werden Informationen umfassend zwischen allen Mitarbeitern geteilt. Inselwissen, Kopfmonopole oder das Zurückhalten von Informationen über die Hierarchien hinweg wird von keiner Seite im Unternehmen unterstützt und fällt auf den „Geheimhalter“ zurück. Jeder Kollege leistet seinen Beitrag leisten auf der Grundlage einer angemessenen Wissensbasis, um das Unternehmen, mithin eine Einheit von Kollegen, weiter nach vorne, in die Zukunft, zu bringen.
Gedanke 2 – Moderne Unternehmen schaffen Gefolgschaften.
Moderne Unternehmen schaffen es, die Kollegen hinter überzeugenden Ideen und Innovationen zu versammeln und zu vereinen. Die Mitarbeiterschaft wird unter einem gemeinsamen Gedankengut, gemeinsamen Visionen, zusammengeführt. Auf Basis eines vergleichbaren Informationsstandes und auf der Grundlage einer selbständigen Überprüfung der Argumente werden beste Lösungen gemeinsam erarbeitet. Hierarchien spielen bei der Lösungsfindung für zukunftsorientierte Themen keine Rolle. Jeder versteht auch genau, „Warum“ etwas wie getan wird.
Gedanke 3 – Moderne Unternehmen entscheiden als einheitlicher Organismus.
Moderne Unternehmen sind in der Lage, auf der Grundlage transparenter Informationen, auf der Basis eines umfassenden Netzwerks von qualifizierten Kollegen, die über den gleichen Kenntnisstand verfügen, Entscheidungen gemeinsam und unter Außerachtlassung persönlicher oder hierarchischer Interessen voranzutreiben. Diesen Entscheidungen liegt ein gleichwertiges Verständnis von der gemeinsamen Strategie und dem „Warum“ zugrunde. Alle Kollegen können und wollen ihr jeweiliges Spezial-Know-How sinnvoll in Entscheidungsprozesse einbringen.
Die Gedanken führen mich abschließend zu folgender Einschätzung:
Klassische, hierarchische Systeme oder starre organisatorische Baumstrukturen sind für wirklich moderne Unternehmen nicht wirklich geeignet.
Transparenz und Vertrauen in der Mannschaft schafft Leistung und tragfähige, nachhaltige Ergebnisse in modernen Unternehmen.
Auf lange Sicht werden die modern organisierten Unternehmen die klassischen Strukturen überholen. Dabei wird sich der Erfolg dieser neuen Strukturen aus dem stärkeren Miteinander in der Zusammenarbeit und in der Verzahnung und Verstärkung bzw. Potenzierung des gemeinsamen, organischen Wissens ergeben.
Viele Grüße
Andreas
P.S. Was macht für Dich ein modernes Unternehmen aus? Welche Erfahrungen hast Du in deinem persönlichen betrieblichen Umfeld gesammelt? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Was ist das größte Missverständnis, das es im Bereich der Wirtschaft derzeit gibt?

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Was ist das größte Missverständnis, das es im Bereich der Wirtschaft derzeit gibt?

Aktuell gibt es meines Erachtens ein offenkundiges Missverständnis, welches eigentlich derzeit der größten Aufmerksamkeit in der internationalen Wirtschaft bedürfte.

Es handelt sich um das Missverständnis, dass viele in der Öffentlichkeit davon ausgehen oder unterstellen, dass sich die Wirtschaft gesund weiterentwickeln kann, obwohl eine wesentliche Komponente unserer Wirtschaft – nämlich das Konzept der Verzinsung (d.h. Zeitwert des Geldes) – schon seit Jahren und auch künftig bis auf Weiteres außer Kraft gesetzt ist.

Es wird augenscheinlich von Wirtschaft und Politik unterstellt, dass es ja nicht so schlimm sei, dass für Kapital keine Zinsen mehr anfallen, d.h. dass man sich nahezu kostenlos verschulden kann – bestimmte Staaten (insbesondere Deutschland und die Schweiz) sogar Geld dafür nehmen, wenn sie sich höher verschulden (sog. Negativzinsen).

Dabei wird regelmäßig ausgeführt, dass dadurch die Wirtschaft angekurbelt würde, da sich Unternehmen ja günstig finanzieren könnten. Denn sie könnten ja preiswert Kredite aufnehmen. Außerdem hätten die privaten Haushalte aufgrund des niedrigen Zinsniveaus keinen Grund, viel Geld zu sparen. Sie würden daher ihr Geld eher ausgeben, was die Wirtschaft weiter ankurbeln würde.

Ein Vorteil, den vor allem die deutsche Politik mit der nachhaltigen Niedrigzinspolitik darüber hinaus noch hat, ist dass man damit Werbung machen kann, dass die Neuverschuldung sinkt bzw. eine “schwarze Null” steht. Das funktioniert aber nur – und nur so lange – wie der Staat sich kostenlos (d.h. ohne Zahlung von Zinsen) an den Kapitalmärkten weiter verschulden kann, oder alte Schulden in neue Schulden umschichten kann, die billiger sind, weil zinslos. Das ist letztlich Augenwischerei, denn die Politik ist nicht wirklich sparsam, sondern profitiert einfach von der Nullzinspolitik der internationalen Zentralbanken.

Nun aber die Nachteile, die überwiegen, aber nicht so richtig gesehen werden wollen:

Die Nullzinspolitik heizt einerseits die Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privathaushalten immer weiter an. Fast jeder kann sich zu sehr niedrigen Zinsen (oder gar keinen Zinsen) verschulden. D.h. es ist heute möglich Schulden aufzunehmen, ein langfristiges Zahlungsziel zu vereinbaren – und trotzdem auf kurze Sicht keine Kapitalbelastung zu haben, einfach weil selbst auf hohe Kredite kaum Zinsen zu zahlen sind. Dies ist langfristig erheblich ungesund für die Wirtschaft.

Dadurch dass man sich schon seit Jahren sehr günstig solche Fremdmittel beschaffen kann, steigt auch das Leverage (Verschuldungsquote) bei Finanzierungen erheblich. Das heißt, wenn ein Vermögenswert erworben wird – sei es ein Auto, ein Haus, ein Unternehmen, etc. – wird immer häufiger mit immer höheren Fremdkapitalanteilen gearbeitet. Das erhöht das Risiko der Anfälligkeit dieser Arten von Finanzierungen, wenn die wirtschaftliche Entwicklung sich nur leicht ins Negative dreht. Viele Finanzierungen werden zahlungsunfähig werden, sobald das Zinsniveau nur leicht steigt oder die Konjunktur leicht “hustet”. Wir fahren damit momentan ein erhebliches Risiko und erhöhen die Anfälligkeit unserer Wirtschaft für exogene Schocks (z.B. Ölpreisentwicklung, Terroranschläge, Zinserhöhungen, Arbeitslosigkeit, etc.) erheblich.

Und last but not least:

Die Asset-Bubble, welche sich in den letzten Jahren gebildet hat. Aufgrund der Verschuldungsmöglichkeiten und des niedrigen Zinsniveaus flüchten Anleger immer mehr in Sachwerte (Autos, Immobilien, Aktien, Unternehmensanteile, Kunstwerke, etc.). Dadurch ist das Preisniveau für diese Vermögenswerte in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Eine deutliche Verknappung des Angebots ist festzustellen, eine extreme Erhöhung der Nachfrage – einfach weil so viel Geld zum Anlegen vorhanden ist. Die Preise für bestimmte Vermögenswerte steigen dadurch auf ein absurd hohes Niveau.

Diese Vermögenswert-Blase wird irgendwann platzen müssen. Und dann ist das Gejammer groß. Dass die Blase nicht platzt, kann auf der Grundlage der Erfahrungen in der Wirtschaftshistorie als ausgeschlossen gelten. Natürlich gibt es viele, die sagen – “diesmal ist alles anders” (Digitalisierung, reifere Märkte, blablabla).

Tatsächlich können wir aber sicher sein, dass bei einer irgendwann notwendigen Normalisierung der Wirtschaft (z.B. Wiedereinführung des Zeitwertes von Geld – d.h. für Kredite müssen Zinsen gezahlt werden) das Preisniveau für diese Vermögenswerte wieder sinken muss. Denn der innere Wert eines solchen Vermögenswertes – also abgesehen von den spekulativen Elementen –  ermisst sich aus dem tatsächlichen Vorteil (Miete, sonstige Einnahmen, Ersparnis, generierter Cash-Flow), welcher dem Vermögenswert inne wohnt.

Wie siehst Du das ?

Ich freue mich auf Deinen Kommentar !

Viele Grüße

Dein

Andreas

 

Wenn Du Dich bewirbst – denke bitte daran, einen lückenlosen Lebenslauf vorzulegen!

Lebenslauf

Neben den formalen Punkten, wie Optik, Grammatik, Schreibfehler, etc. ist bei Bewerbungen ganz wichtig, und ich betone es nochmal:

In einem Lebenslauf, der im Rahmen einer Bewerbung vorgelegt wird, sollte es keine Lücken geben.

Warum ?

Dem Empfänger des Lebenslaufs stellen sich auf Basis der offenkundigen Lücken sofort verschiedene Fragen, die tendenziell eher negativ oder ablehnend geprägt sind, einfach weil diese Lücken unnötige Fragen aufwerfen:

  • Warum sendet der Bewerber ernsthaft einen lückenhaften Lebenslauf ein ?
  • Möchte der Bewerber etwas verbergen / verstecken ?
  • Warum ist diese Lücke im Lebenslauf nicht sinnvoll und nachvollziehbar erklärt ? Denn wenn eine zeitliche Lücke erklärbar wäre, hätte der Kandidat es doch wohl gemacht !
  • Ist es möglicherweise eine mangelnde Achtung vor dem Unternehmen, mit lückenhaften Lebensläufen anzutreten?
  • Lässt die Lücke auf unzuverlässige Bearbeitung von Aufgaben schließen?

 

Daher an alle Bewerber: versuche bitte, Deinen Lebensläufe vollständig zu halten.

Selbst wenn es Gründe gibt, in der Berufsausbildung oder auch während der beruflichen Tätigkeit tatsächliche zeitliche Lücken vorzuweisen, so sind diese doch zumindest in jedem Fall erklärbar.

Gründe können bspw. durch einen langen Auslandsaufenthalt, eine Weltreise, eine bestimmte Weiterbildung, Pflege der Eltern / Großeltern gegeben sein.

Das heißt, es kann vielfältige und nachvollziehbare Gründe geben, warum ein Lebenslauf hinsichtlich der bisherigen Laufbahn nicht durchgehend berufliche Tätigkeiten oder Ausbildungen zeigt. Das sollte aber bitte doch gleich im schriftlichen Lebenslauf erklärt werden.

Denn der Empfänger des Lebenslaufs hat keine Lust, sich zu jeder Lücke eine plausible Geschichte auszudenken.

Viel wahrscheinlicher ist es, dass der Lebenslauf in diesem Fall gemeinsam mit einem Ablehnungsschreiben zurückgeschickt wird.

Also: bitte kümmer Dich bei der Bewerbung immer um einen vollständig erklärten Lebenslauf !

 

Viele Grüße

Andreas

P.S. Hast Du bestimmte Erfahrungen mit Lebensläufen in Bewerbungsverfahren gemacht ? Hast Du schon mal die Bewerbungen von Verwandten oder Freunden Korrektur gelesen und ergänzende Hinweise gegeben ? Ich freue mich auf Deine Nachricht. 

 

Für Insolvenzen ist grundsätzlich das (Finanz-)Management verantwortlich ?

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Ganz formal manifestiert die Insolvenz die schlichte

  • Zahlungsunfähigkeit oder
  • Überschuldung

einer Person oder eines Unternehmens.

Ursache für eine solche Zahlungsunfähigkeit (sowie die Überschuldung) ist in der Regel das nachhaltige Übersteigen der Ausgaben über die Einnahmen, d.h. es wird regelmäßig mehr Geld verbraucht als hereinkommt bzw. vorhanden ist.

Die wesentliche Ursache für diesen Zustand ist im privaten Bereich häufig ein fehlendes Verständnis von grundlegenden finanziellen Sachverhalten, insbesondere:

“Man kann auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben als man zur Verfügung hat.”

Um das Verständnis der Allgemeinheit zu schärfen für diesen Tatbestand, ist eine Sensibilisierung erforderlich, die idealerweise schon in der Schule beginnt, bspw. in einem Fach „Wirtschaft“. Viele Privatinsolvenzen zeigen jedoch, dass dieses Verständnis noch nicht durchweg geschärft ist.

Im Unternehmensbereich kann es neben der für den privaten Bereich genannten Ursache natürlich auch noch zusätzlich strategische oder operative Fehler des Managements geben, die eine Insolvenz verursachen – und/oder Änderungen im Umfeld des Unternehmens (bspw. neue Technologien, neue gesetzliche Regelungen). Auch hier stellen persönliche Managementfehler oder -fehleinschätzungen aber sicherlich auch die deutliche Mehrheit der Gründe für eine Insolvenz dar.

Viele Grüße

Andreas

P.S. Hast Du bereits Erfahrungen mit Insolvenzen gemacht ? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.